Die Berliner Polizei nahm bei einem Großeinsatz am Freitag in der Früh zwei Terrorverdächtige fest. Die beiden Türken stehen zusammen mit drei weiteren in Berlin lebenden Männern im Verdacht, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat in Syrien vorbereitet zu haben, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten.Sie hätten auch für die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) geworben. Anhaltspunkte für Anschlagsplanungen in Deutschland lägen nicht vor, sagte ein Polizeisprecher.Die drei anderen Männer sind auf freiem Fuß. Sie wurden nicht festgenommen, weil die Tatvorwürfe nicht schwerwiegend genug seien, dass es für einen Haftbefehl reichte, hieß es. Die beiden festgenommenen Hauptverdächtigen sind 41 und 43 Jahre alt.Paris: Verdächtige verhörtIm Großraum Paris wurden in der Nacht auf Freitag zehn Verdächtige im Zusammenhang mit den islamistischen Anschlägen der vergangenen Woche befragt. Die Verdächtigen seien hinsichtlich einer möglichen logistischen Unterstützung der Attentäter verhört worden, hieß es aus Justizkreisen.Acht Menschen befinden sich nach Angaben aus Polizeikreisen in Gewahrsam. Den Angaben zufolge könnten die Verdächtigen die Attentäter mit Waffen und Autos versorgt haben. Die Verhöre fanden demnach in mehreren Pariser Vororten statt.Brüssel zielt auf Maßnahmen gegen den TerrorIn Brüssel wollte die Regierung bei einer Kabinettssitzung am Freitag schärfere Anti-Terror-Maßnahmen beschließen. Dazu gehörten die Überwachung von Einrichtungen durch das Militär und Maßnahmen zum Schutz gegen Syrien- und Irak-Rückkehrer, berichtete der Radiosender RTBF. Unter anderem soll auch die Telefon-Überwachung von Verdächtigen ausgeweitet werden.apa/dpa/afp