Montag, 13. Juli 2015

Einstimmige Einigung beim Sondergipfel zu Athen

Bei den Griechenland-Verhandlungen ist es offenbar zu einem Durchbruch gekommen: Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone verständigten sich einstimmig auf ein umfangreiches Spar- und Reformpaket für das Krisenland, berichtete EU-Gipfelchef Donald Tusk am Montag nach rund 17-stündigen Gipfelberatungen.

Foto: © APA/AP

Der Euro-Krisengipfel hat damit den Weg für ein drittes Griechenland-Hilfspaket geebnet.

Belgiens Premier Charles Michel twitterte lediglich ein Wort: „Agreement“ (Einigung). Auch der maltesische Premier Joseph Muscat ?bestätigte die Einigung auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

 

  

Alle Gipfelteilnehmer seien bereit für das Programm, das ernsthafte Reformen und finanzielle Hilfe umfasse, teilte Tusk über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Ein erheblicher Teil von bis zu 25 Mrd. Euro werde für die Rekapitalisierung der Banken nötig sein. Von dem verabredeten Privatisierungsfonds mit einem Volumen von 50 Mrd. Euro sollten 12,5 Mrd. Euro nur für direkte Investitionen in Griechenland eingesetzt werden, sagte Merkel.

Das ist ein Putsch

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter warfen zuvor Zehntausende aus der ganzen Welt der deutschen Regierung einen Umsturzversuch in Griechenland vor.

 

 

#ThisIsACoup („Das ist ein Putsch“) avancierte in der Nacht binnen kurzer Zeit zu einer der beliebtesten Hashtags bei Einträgen, die sich gegen weitere Einschnitte für die Griechen richten. Im Zentrum der Kritik steht dabei vor allem der deutsche Vorschlag „Grexit auf Zeit“.

dpa

stol