Montag, 02. März 2015

Eistauchen am Durnholzer See

Einen halben Meter dick ist die Eisdecke, die sich derzeit über den Durnholzer See zieht. Trotzdem haben sich beherzte Eistaucher in die Tiefe gewagt.

Am Durnholzer See erprobten sich die Eistaucher. Foto: Delfinsub
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Am Durnholzer See erprobten sich die Eistaucher. Foto: Delfinsub

Der Verein Delfinsub zählt 120 Mitglieder, für die die Welt unter Wasser Faszination bedeutet.   „Sehr oft  tauchen wir  im Gardasee und bieten dort auch Kurse an; einmal im Winter kommen wir nach Durnholz zum Eistauchen im See – schon seit vielen Jahren“, sagt Vereinspräsident Bernardo Polestra. Das Eistauchen sei besonders reizvoll, weil es die Eisdecke von unten sichtbar macht – mit all den Blättern und Insekten, die mit im Eis verwoben sind.
Drei Tage lang hielten sich rund 50  Eistaucher in Durnholz auf; aus Bozen, aber auch aus Ober- und Mittelitalien waren sie gekommen. Die Rettungssektion des Vereins war für die Sicherheit der Taucher zuständig, schnitt das Eis an mehreren Stellen aus und legte  die Routen fest.  25 Meter betrug die Entfernung von einem Loch zum anderen.
„Das ist das Einstiegsloch; von hier aus tauchen wir entlang der Leine unter Wasser. Mit ihr sind die Taucher ständig verbunden – zur Sicherheit und zur Orientierungt“, erklärt Polestra. Er macht sich bereit für einen Tauchgang, zieht den wasserdichten Tauchanzug über, schlüpft in die Flossen und  nimmt die Druckluftflasche.  Dann verschwindet er im kalten Wasser. Zwei Grad beträgt die Temperatur.
Einige Mitglieder des Vereins sind auch bei der Tauchergruppe des Zivilschutzes und führten unter dem Eis eine Wasserrettungsübung durch. Dann waren die anderen Eistaucher an der Reihe. Sechs von ihnen absolvierten Kurse, um den Eistauchschein zu erlangen.
 

stol