Samstag, 13. Oktober 2018

Elf Migranten in Griechenland ums Leben gekommen

Auf dem Weg von der türkisch-griechischen Grenze nach Westgriechenland sind am Samstag elf Migranten ums Leben gekommen. Der Minibus, in dem sich die Migranten befanden, kollidierte in der Nähe der nordgriechischen Hafenstadt Kavala frontal mit einem Kleinlaster, wie der staatliche Rundfunk (ERA) berichtete. Beide Fahrzeuge gingen in Flammen auf.

Die Feuerwehr konnte nur noch verkohlte Leichen bergen. - Foto: APA (AFP)
Die Feuerwehr konnte nur noch verkohlte Leichen bergen. - Foto: APA (AFP)

„Die Menschen sind verbrannt“, sagte ein Verkehrspolizist der Deutschen Presse-Agentur. Unter den Opfern sollen auch drei Minderjährige sein. Der Fahrer des Lastwagens überlebte den Angaben zufolge mit leichten Verletzungen. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

Schlepper versprechen Flüchtlingen, sie trotz weitgehender Schließung der Balkanroute in den Norden des Balkans oder über die Adria nach Italien und danach nach Mitteleuropa zu bringen. Der noch nicht mit Zäunen versperrte Weg führt über unbewachtes Gelände durch Albanien, Montenegro und Bosnien-Herzegowina.

Fast täglich nimmt die griechische Polizei Schlepper fest, die mit Minibussen oder in Hohlräumen von Lastwagen Migranten aus der Region des griechisch-türkischen Grenzflusses Evros nach Westgriechenland bringen. In den ersten neun Monaten des Jahres sind nach offiziellen Angaben 12.000 Migranten auf dieser Route nach Griechenland gekommen.

apa/dpa

stol