Sonntag, 13. März 2016

Elfenbeinküste: 16 Tote bei Anschlägen auf Hotels

14 Zivilisten und zwei Soldaten sind am Sonntag an einem Strand der Elfenbeinküste durch bewaffnete Angreifer getötet worden.

Nach der Tat.
Nach der Tat. - Foto: © APA/Reuters

Unter den Opfern seien auch vier Europäer gewesen, erklärte die Polizei. Darunter ist nach Angaben des Außenministeriums in Paris auch ein Franzose. Die Nationalität der anderen war zunächst nicht bekannt.

Mehrere bewaffnete Männer hatten in Grand-Bassam, rund 40 Kilometer südöstlich der Wirtschaftsmetropole Abidjan, das Feuer auf Hotelbesucher eröffnet. Eine Splittergruppe der Al-Kaida bekannte sich nach Angaben des französischen Radiosenders RFI zu den Anschlägen.

Am Sonntagabend dauerten nach Angaben der Behörden in einem der Hotels noch Feuergefechte zwischen französischen und ivorischen Streitkräften mit einem der Angreifer an.

Bei den Anschlägen wurden nach Angaben der Behörden zwei Soldaten und sechs der Angreifer getötet. Die Identität der Angreifer konnte zunächst jedoch nicht festgestellt werden. Nach Angaben eines Mitarbeiters in einem Krankenhaus in Abidjan wurden in Folge der Anschläge mehr als 20 Schwerverletzte in das Krankenhaus eingeliefert. Die Zahl der Toten könnte demnach weiter steigen.

„Einer der Attentäter, den ich gesehen habe, war wie ein Dschihadist gekleidet - mit einem langen Gewand und Bart“, sagte der Touristenführer und Augenzeuge Sékou Diarra. Die drei angegriffenen Hotels – „La Paillote“, „Etoile du Sud“ and „Koral Beach“ – seien auch bei westlichen Besuchern beliebt, die sich vor allem an Sonntagen an den Stränden aufhalten, so Diarra.

Die Terrororganisation Al-Kaida im Islamischen Maghreb ist unter anderem in Mali, Marokko, Tunesien und Algerien aktiv.

dpa

stol