Samstag, 13. März 2021

Emilia Schüle guckt gerne „gerätefreie“ Filme

Die Schauspielerin Emilia Schüle (28, „Ku'damm 56“) wird bei Filmen aus Zeiten ohne Handys und Internet wehmütig.

Inmitten ihrer Schauspielkollegen: Emilia Schüle, zweite von links.
Inmitten ihrer Schauspielkollegen: Emilia Schüle, zweite von links. - Foto: © APA/dpa / Annette Riedl
„Das geht mir schon bei Filmen aus dem Jahr 2005 so, bevor die Smartphones aufkamen“, sagte Schüle der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Diese Unfähigkeit im Moment zu sein, stört mich. Das andere ist so viel ansprechender, auch im Film. Ich genieße es sehr, Filme zu gucken, die gerätefrei sind.“

Digitalisierung bringe auch psychische Gefahren

Schüle engagiert sich in einem Verein für mehr Empathie im digitalen Raum. „Die Digitalisierung bringt neben vielen Vorteilen auch viele psychische Gefahren“, sagte sie. „Ich erlebe das Netz als einen Ort, an dem die Menschlichkeit verwahrlost, die Corona-Pandemie bringt Probleme wie Cybermobbing, Fake News, Hate Speech noch auf ein neues Level.“

Sie habe diesen Verein gegründet, weil sie glaube, die Digitalisierung brauche Werte. „Es braucht eine bundesweite Kampagne, die aufklärt und ein Bewusstsein für mehr digitale Empathie schafft. Da müssen alle mitziehen: die Bundesregierung, die Big Player der Tech-Industrie, Eltern, Jugendliche.“

Schüle spielt eine der Hauptrollen in der ZDF-Nachkriegssaga „Ku'damm 56“. Nach der Fortsetzung „Ku'damm 59“ startet am 21. März mit „Ku'damm 63“ die dritte Staffel der Miniserie. Es geht um eine Tanzschule am Kurfürstendamm und eine Mutter und drei Töchter.

dpa