Mittwoch, 18. April 2018

Endspurt für das Projekt „Sewing Hope-Hoffnung nähen“

Rosemary Nyirumbe gibt Mädchen mit dem Projekt "Sewing Hope“ Hoffnung. Wer Laschen gesammelt hat, um sie zu unterstützen, kann diese am Equal Pay Day abgeben.

Auch an den Ständen des Equal Pay Day können die Laschen abgegeben werden - Foto: LPA/Barbara Franzelin
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Auch an den Ständen des Equal Pay Day können die Laschen abgegeben werden - Foto: LPA/Barbara Franzelin - Foto: © LPA

Jedes dritte Mädchen wird bereits vor seinem 18. Geburtstag verheiratet, 61 Millionen Mädchen weltweit gehen nicht zur Schule. Dem will Schwester Rosemary Nyirumbe in Uganda mit ihrem Projekt „Sewing Hope - Hoffnung nähen“ entgegenwirken. Seit 2001 konnte die Ordensfrau rund 2500 Mädchen und Frauen mit diesem Projekt Hoffnung machen. Und es funktioniert ganz einfach: Die jungen Frauen lernen, aus den Laschen von Getränkedosen Taschen zu nähen. „Diese Laschen sehen aus wie Müll, sie sind für uns Müll, wir werfen sie weg. Ähnlich fühlen sich auch die Frauen, denen wir in unseren Projekten helfen. Sie wurden weggeworfen, wie Dreck behandelt“, sagte Nyirumbe bei ihrem Besuch in Bozen im Oktober. Unter ihrer Anleitung würden sie also nicht nur lernen, Taschen aus diesen Laschen zu nähen, sie lernten auch, ihre eigene Würde wiederherzustellen.

Einsatz und Hilfsbereitschaft in Südtirol ist groß 

Seither werden auch in Südtirol Laschen gesammelt, um das Projekt zu unterstützen. „Die Aktion ist bei den Jugendlichen, aber auch bei den Erwachsenen sehr gut angekommen. Wie viele Laschen insgesamt noch eintrudeln werden, müssen wir schauen. Wir haben die Laschensammelaktion vor allem bei den Pfarrgemeinderatssitzungen und anderen Treffen des Jugenddienstes vorgestellt. Bei den Fotos über die Taschen haben so manche gestaunt“, heißt es etwa von Seiten des Jugenddienstes Bozen.

Auch viele Schulen, Kindergärten, Gemeinden und Unternehmen haben die Aktion unterstützt, zeigt sich Ulrike Oberhammer, Präsidentin des Landesbeirats für Chancengleichheit, erfreut. „In den USA gibt es eine Schule, die hat eine Million Laschen gesammelt“, sagt sie. „Wir wussten zwar von Anfang an, dass dieses Ziel für Südtirol vielleicht etwas hoch gegriffen ist, Einsatz und Hilfsbereitschaft sind aber auch in Südtirol sehr groß. Vielleicht schaffen wir es, eine halbe Million Südtiroler Laschen nach Uganda zu schicken“, ruft Oberhammer zum Endspurt auf.

Laschen bis 15. Mai abgeben 

Nach dem Ende der Sammelaktion können die Laschen noch bis zum 15. Mai abgegeben werden, und zwar an folgenden Sammelstellen: Frauenbüro, Jugendzentrum Sterzing, Stadtbibliothek Brixen, Stadtbibliothek Bruneck, Gemeinde Schlanders, Frauenmuseum Meran, Supermarket Conad Tschars, Gemeinde Margreid, Gemeinde Neumarkt. Wer Laschen gesammelt, sie aber noch nicht abgegeben hat, kann dies auch bei den Ständen tun, die es anlässlich des Equal Pay Day am Freitag im ganzen Land geben wird.

lpa

stol