Samstag, 21. März 2015

Entsetzen über Selbstmordanschläge im Jemen

Die blutigen Terroranschläge auf Moscheen im Jemen haben international Entsetzen ausgelöst. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte alle Beteiligten des Konflikts dazu auf, die feindlichen Handlungen sofort einzustellen und Zurückhaltung zu wahren. Bei einem der blutigsten Terrorakte in der Geschichte des Landes haben Selbstmordattentäter mindestens 137 Menschen mit in den Tod gerissen.

Erstmals soll die IS im Jemen mit einem Anschlag in Erscheinung getreten sein.
Erstmals soll die IS im Jemen mit einem Anschlag in Erscheinung getreten sein. - Foto: © APA/Reuters

Die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu den Anschlägen.

Al-Kaida wies jede Verbindung zu den Terroranschlägen zurück. Der jemenitische Ableger der Terrororganisation beteuerte in einer im Internet verbreiteten Erklärung, er halte sich an die Anweisung von Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri, keine Moscheen anzugreifen, um das Leben unschuldiger Muslime zu bewahren.

Jeweils zwei Männer sprengten sich während des traditionellen Freitagsgebets kurz nacheinander in zwei schiitischen Moscheen der Hauptstadt Sanaa in die Luft.

Jemenitische Medien berichteten von mindestens 345 Verletzten.

Zunächst ließ sich nicht überprüfen, ob das IS-Bekennerschreiben echt ist. Die Terrormiliz hatte sich in dieser Woche bereits zu dem Attentat auf das Nationalmuseum in Tunis bekannt. Sollte der IS hinter den Anschlägen stehen, wäre es das erste Mal, dass er im Jemen mit einer solchen Tat in Erscheinung tritt.

dpa

stol