Donnerstag, 10. März 2016

Er ist entsetzt: Ai WeiWei in Idomeni

Der international bekannte chinesische Künstler versucht, die Aufmerksamkeit der Welt auf das Elend der Flüchtlinge in Griechenland zu lenken.

Ai WeiWei in Idomeni.
Ai WeiWei in Idomeni. - Foto: © APA/Reuters

Der weltbekannte chinesische Künstler Ai WeiWei setzt sich schon länger für die gestrandeten Flüchtlinge in Griechenland ein.

Am Mittwoch besuchte er in Idomeni die Zeltstadt an der griechisch-mazedonischen Grenze.

Er ist entsetzt, über das, was er hier erleben muss: "Was wir hier gesehen haben ist fast unglaublich, wenn man sagt, dies sei die Mitte Europas. All die Leute stecken hier fest und es gibt keine Hoffnung für sie. Sie können  auch sonst nirgendwo hin, wissen Sie. Es ist der Regen, die Kälte, Frauen, Kinder. All die Menschen, die auf etwas Brot warten oder auf etwas trockene Kleidung. Das ist eine sehr traurige Situation. Und die Menschen haben keine Hoffnung mehr, weil die Tür geschlossen ist, völlig zu." 

Die Lage vor Ort für die rund 14.000 Menschen wird durch die anhaltenden Regenfälle immer dramatischer. Etliche Personen sind bereits krank, darunter auch viele Kinder.

Die Balkanroute ist faktisch für die Flüchtlinge gesperrt. Nach Kroatien, Serbien und Slowenien hat auch Mazedonien die Einreise blockiert. Nur Menschen mit einem gültigen Ausweis und einem Visum werden durchgelassen.

reuters

stol