Sonntag, 05. März 2017

Erdogan: Absage der Wahlkampf-Auftritte gleicht "Nazi-Praktiken"

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat Deutschland wegen der Absage von Wahlkampfauftritten türkischer Minister „Nazi-Praktiken“ vorgeworfen.

Aus Verärgerung über die Absage von Wahlkampfauftritten türkischer Minister hat Präsident Recep Tayyip Erdogan den deutschen Behörden „Nazi-Praktiken“ vorgeworfen. - Foto: Archivbild
Aus Verärgerung über die Absage von Wahlkampfauftritten türkischer Minister hat Präsident Recep Tayyip Erdogan den deutschen Behörden „Nazi-Praktiken“ vorgeworfen. - Foto: Archivbild - Foto: © APA/AFP

„Eure Praktiken machen keinen Unterschied zu den Nazi-Praktiken in der Vergangenheit“, sagte Erdogan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu auf einer Veranstaltung der regierungsnahen Frauenorganisation „Kadem“ in Istanbul. Weiter sagte er, Deutschland habe nichts mit Demokratie zu tun.

In den vergangenen Tagen waren mehrere Wahlkampfauftritte türkischer Minister in Deutschland abgesagt worden. Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci wollte am Sonntagabend in Köln auftreten.
Erdogan warb auf der Veranstaltung anlässlich des Weltfrauentags am 8. März für ein „Ja“ beim Referendum über ein Präsidialsystem in der Türkei.

Im Istanbuler Stadtteil Bakirköy versammelten sich unterdessen Tausende Frauen anlässlich des Frauentags und warben für ein „Nein“, wie auf Bildern zu sehen war.

Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, im südosttürkischen Sanliurfa seien 21 Menschen festgenommen worden, die sich anlässlich des Weltfrauentags versammeln wollten. Die Behörden hatten nach DHA-Angaben 

dpa/apa/afp

stol