Montag, 19. Februar 2018

Erdogan spricht mit Putin über Entwicklungen in Nordsyrien

Die Präsidenten der Türkei und Russlands, Recep Tayyip Erdogan und Wladimir Putin, haben über die militärische Lage im Norden Syriens beraten. In dem Telefonat sei es um die „jüngsten Entwicklungen“ in Afrin und Idlib gegangen, teilte das Präsidialamt in Ankara am Montag mit.

Die Präsidenten der Türkei und Russlands, Recep Tayyip Erdogan und Wladimir Putin, haben über die militärische Lage im Norden Syriens beraten.
Die Präsidenten der Türkei und Russlands, Recep Tayyip Erdogan und Wladimir Putin, haben über die militärische Lage im Norden Syriens beraten. - Foto: © APA/AFP

Demnach informierte Erdogan Putin über den Stand der „Operation Olivenzweig“ gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Afrin. Zudem vereinbarten sie, die Kooperation fortzusetzen.
Zuvor hatten syrische Staatsmedien berichtet, dass die mit Russland verbündete Regierung in Damaskus den Kurden in Afrin gegen die Türkei zu Hilfe kommen wolle – damit stünden die Türkei und Russland in Nordsyrien auf entgegengesetzten Seiten.

Es war zunächst allerdings unklar, ob die syrische Armee oder regierungstreue Milizen nach Afrin geschickt würden. Die Türkei geht dort seit einem Monat mit verbündeten syrischen Rebellen gegen die YPG vor, die sie wegen ihrer engen Verbindungen zur Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als Terrororganisation betrachtet.

Russland hat diese Offensive geduldet, nachdem es die kurdische Regionalverwaltung in Afrin abgelehnt hatte, die Kontrolle über die Region an Damaskus zu übergeben. Später bat die YPG aber die Zentralregierung in Damaskus um Hilfe gegen die Türkei. Die Entsendung von Regierungstruppen könnte eine entscheidende Wende in dem Konflikt um Afrin bedeuten, wo Damaskus seit 2012 keine Truppen mehr stationiert hat.

apa/afp

stol