Montag, 18. Juli 2016

Erdogan will Todesstrafe nicht ausschließen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan weigert sich ungeachtet der Warnungen aus der EU, die Verhängung der Todesstrafe gegen jene Personen auszuschließen, die nach dem Putschversuch von Freitagabend verhaftet worden waren.

Recep Tayyip Erdogan
Recep Tayyip Erdogan - Foto: © APA/EPA

„Es handelt sich hier um klaren Hochverrat“, sagte Erdogan am Montag in einem Interview mit dem Sender CNN am Montag.

Für die Wiedereinführung der Todesstrafe sei „natürlich eine Entscheidung des Parlaments nötig“, erklärte Erdogan. Daher müssten die Parteiführer zusammenkommen und darüber diskutierten.

Sollten sie es (die Wiedereinführung der Todesstrafe) akzeptieren, „werde ich als Präsident jede Entscheidung billigen, die aus dem Parlament kommt“, erklärte Erdogan im ersten Interview, das er seit dem fehlgeschlagenen Putschversuch vom Freitag gegeben hat.

apa

stol