Dienstag, 12. Juni 2018

Erfolgreiches Projekt zur Umweltbildung in Brixen

650 Kinder und Jugendliche wurden in diesem Schuljahr zu Abfallexperten. Was habe ich heute weggeworfen? Wieso und wohin? Das sind die ersten Fragen, mit denen sich die Schüler auseinandersetzen, wenn sie für einige Stunden ihr Klassenzimmer gegen den Recyclinghof Brixen tauschen.

Die Schüler der Grundschule Afers beim Besuch des Recyclinghofs Brixen. - Foto: asmb
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Die Schüler der Grundschule Afers beim Besuch des Recyclinghofs Brixen. - Foto: asmb

Auch in diesem Schuljahr sind wieder zahlreiche Kinder und Jugendliche der Einladung der Stadtwerke Brixen AG gefolgt, sich eingehend mit Abfall, Wertstoffen, Mülltrennung und Wiederverwertung zu beschäftigen: „Wir konnten bei gut dreißig Führungen zwischen Oktober und Mai 650 Schülerinnen und Schüler zwischen sechs und sechzehn Jahren begrüßen. Wir freuen uns sehr, dass das Angebot sowohl bei Grundschulen als auch bei Mittelschulen und sogar bei Oberstufen wie der Landesberufsschule Emma Hellenstainer und der Fachschule für Land- und Hauswirtschaft Salern großen Anklang findet“, sagt Geschäftsführer Karl Michaeler.

Natürliches Gespür für Umweltschutz

„Gerade die Jüngeren zeigen sich ungemein interessiert und haben ein natürliches Gespür für Umweltschutz. Wir wünschen uns, dass sie das geschärfte Bewusstsein für Abfallvermeidung und korrekte Abfallentsorgung nach Hause, in die Familien, tragen. Wir danken den vielen Lehrerinnen und Lehrern, die unser Angebot zur Umweltbildung annehmen und umsetzen.“

Upcycling-Workshop

Seit drei Jahren rundet ein Upcycling-Workshop das didaktische Angebot der Stadtwerke Brixen AG ab. Aus scheinbar wertlos gewordenen Abfallmaterialien basteln die Schüler in den Räumen der Sozialgenossenschaft WiaNui oder direkt an der Schule Gegenstände für den Alltagsgebrauch. Doris Raffeiner von WiaNui erklärt: „Das Schaffen mit den eigenen Händen fördert den emotionalen Zugang der Kinder und Jugendlichen zum Thema Abfall. Sie denken über ihr Verhalten gegenüber der Umwelt nach bzw. hinterfragen ihre Gewohnheiten.“
stol

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