Jakob Schellenburg wird zu den größten Wohltätern des damaligen Herzogtums Krain und vor allem dessen Hauptstadt Laibach gezählt. Nach ihm war bis 1952 sogar eine der Hauptstraßen von Laibach benannt.Jakob Schell stammte aus ganz einfachen Verhältnissen. Als Sohn des Sterzinger Sattlermeisters Jakob Schell und dessen Frau Justina Azwanger wurde er am 24. Juli 1562 geboren.Das Schicksal lenkte seine Schritte weg aus Sterzing in die Krain, wo er sich in der Hauptstadt Laibach niederließ und sich innerhalb kurzer Zeit zum vielleicht erfolgreichsten Großhändler des Landes emporarbeitete.Mit seinem Vermögen leistete er den stets von Geldsorgen geplagten Krainer Landständen regelmäßig umfangreiche Darlehen.1698 belief sich die Gesamtsumme bereits auf über eine Million Gulden, weshalb er als Dank und Anerkennung unter die Landstände der Krain aufgenommen wurde.Bereits zwei Jahre vorher hatte Kaiser Leopold I. Jakob Schell zusammen mit seinem Bruder Thomas, der Benefiziat zu St. Margarethen in seiner Heimatstadt Sterzing war, mit dem Prädikat „von und zu Schellenburg“ und dem alten Familienwappen der Schell in den Adelsstand erhoben und zugleich zum kaiserlichen Rat ernannt.Die Ehe von Jakob Schellenburg mit einer Krainerin, Anna Katharina Hofstätter, blieb kinderlos. Mehr oder weniger ihr gesamtes Vermögen verwendeten die beiden für wohltätige Stiftungen, für Arme und Bedürftige sowie für die kunstvolle Ausschmückung der barocken Kirchen von Laibach.Jakob Schell von und zu Schellenburg wird überdies als Gründer des Franziskanerklosters von Stein (Kamnik), nördlich von Laibach gelegen, gerühmt. Sein Name lebt allerdings in erster Linie im Ursulinenkloster von Laibach weiter, dessen Schwestern die Erinnerung an ihren Stifter auch heute noch hoch in Ehren halten.Paul Felizetti hat die Lebensgeschichte von Jakob Schell von und zu Schellenburg in einer 82 Seiten starken und reich bebilderten Broschüre nachgezeichnet (erhältlich in der Athesia-Buchhandlung Sterzing).Am Samstag, 31. Jänner, am Vorabend des 300. Todestages, wird Felizetti die Biografie vorstellen: um 16 Uhr in der Stadtbibliothek Sterzing.