Die Staatsanwaltschaft in Genua hat Ermittlungen gegen ihn aufgenommen. In einem Appell an die Chefs der Polizei hatte Grillo im Dezember die Polizisten aufgerufen, „diese politische Klasse nicht mehr zu schützen“. Damit hatte er für Eklat und heftigen politischen Protesten gesorgt.Grillo hatte sich zu jenen Protesten geäußert, die im Dezember gegen Steuererhöhungen, Banken und Arbeitslosigkeit entbrannt waren. Die sogenannte „Mistgabel-Bewegung“ war aus Widerstand gegen die hohen Benzinpreise entstanden und umfasste vor allem Lastwagenfahrer, Fischer und Bauern. Sie beklagten sich über die erdrückende Steuerlast. Zu den teilweise wilden Streiks im Dezember hatte die Gewerkschaft Trasportounito aufgerufen, die rund 7.000 Mitglieder vertritt. Die Fernfahrer protestierten mit ihren Aktionen auch gegen die umfangreichen Liberalisierungspläne der Regierung Letta und gegen die hohen Treibstoffsteuern. Sie forderten unter anderem Transparenz, Steuergerechtigkeit und die Abschaffung aller Privilegien. Grillo hatte die Proteste begrüßt.Die Ermittlungen gegen den Starkomiker wurden nach der Anzeige einiger Parlamentarier der Demokratischen Partei (PD), der Partei von Premier Enrico Letta aufgenommen. „Grillo darf nicht die Polizei zum Staatsstreich aufhetzen und die Regeln der Demokratie überschreiten“, sagte der PD-Parlamentarier Fausto Raciti.apa