Freitag, 25. August 2017

Erneut Zivilisten bei Luftangriffen im Jemen getötet

Bei Luftangriffen der von Saudi-Arabien angeführten Koalition im Jemen sind erneut 14 Zivilisten getötet worden.

Bei Luftangriffen im Jemen sind mindestens 14 Zivilisten gestorben.
Bei Luftangriffen im Jemen sind mindestens 14 Zivilisten gestorben. - Foto: © APA/AFP

Die Angriffe hätten ein Wohngebiet in der Hauptstadt Sanaa getroffen, teilte ein Sprecher des von den Huthi-Rebellen kontrollierten Gesundheitsministeriums am Freitag mit. Mindestens 21 Menschen sollen verletzt worden sein.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) berichtete, dass zwei Häuser komplett und ein drittes weitgehend zerstört worden seien.

Die von Saudi-Arabien angeführte Koalition weitete zuletzt ihre Luftangriffe auf Gebiete der Huthis massiv aus. Erst am Donnerstag waren bei einem Luftangriff nördlich von Sanaa mindestens 30 Menschen getötet worden.

Deutsche Bundesregierung übt Kritik aus 

Die deutsche Bundesregierung kritisierte die Angriffe scharf. „Der Vorfall verdeutlicht einmal mehr die Zuspitzung der dramatischen Lage im Jemen“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes.

Im bitterarmen Jemen herrscht derzeit nach Ansicht der Vereinten Nationen die größte humanitäre Krise weltweit. Rund 18,8 Millionen Menschen seien auf Hilfe angewiesen.

Aufgrund der Lage in dem Bürgerkriegsland verbreitet sich derzeit eine Cholera-Epidemie rasend schnell. Saudi-Arabien unterstützt die jemenitische Regierung im Kampf gegen schiitische Huthi-Rebellen.

dpa

stol