Freitag, 10. März 2017

Erneuter Anstieg der Gewalt in der Ostukraine

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat für die vergangene Woche erneut einen Anstieg der Gewalt in der Ostukraine festgestellt.

Gewalt in der Ostukraine.
Gewalt in der Ostukraine. - Foto: © LaPresse

Es sei eine der gewalttätigsten Wochen seit Januar 2016 gewesen, teilte der Vize-Chef der Mission, Alexander Hug, am Freitag in Kiew mit.

Dabei halten weder die von Moskau unterstützten Separatisten noch die Regierungstruppen die Waffenruhe ein. Vor allem bei den Städten Awdijiwka und Jassynuwata sowie dem zerstörten Flughafen von Donezk kam es demnach zu schweren Verstößen; Artillerie und Panzer wurden wieder entlang der Frontlinie stationiert. Die OSZE-Beobachter wurden zudem im Rebellengebiet mit Warnschüssen bedroht.

Der Chef des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Peter Maurer, forderte nach einem Besuch des Konfliktgebietes Schutzzonen für kritische Infrastruktur. „Das Funktionieren des Donezker Wasserwerks, von dem Zehntausende abhängen, wurde mehrfach aufgrund der Kämpfe gestört“, sagte er. Die Hilfsorganisation brachte allein vergangene Woche etwa 150 000 Liter Trinkwasser in die betroffenen Siedlungen.

Seit Anfang des Jahres stellte die OSZE 86 zivile Opfer fest, davon 16 Tote im Kriegsgebiet. Das Militär informierte über sechs Verletzte am Vortag. Seit 2014 starben UN-Angaben zufolge etwa 10 000 Menschen.

apa/dpa

stol