Am 2. Januar wurden in den sozialen Medien Fotos von 2 toten Vögeln (darunter ein Papagei) im Lido-Gehege geteilt. Als Grund für deren Tod wurden die Feuerwerke vermutet, die um Silvester in der Nähe abgefeuert worden waren. Als Beweis wird ein Video eines Feuerwerks dazu gepostet. Unverständnis darüber, dass trotz Feuerwerk-Verbots in Brixen jedes Jahr solche Geschosse abgefeuert werden, wird geäußert. Mehr Schutz für die Tiere im Gehege wird gefordert.<BR /><BR />Am 4. Jänner macht eine Leserin die Redaktion auf „den Tiermissbrauch gegenüber den Papageien und Vögeln im Lido-Park“ aufmerksam. Sie habe diesen zufällig besucht und erschüttert festgestellt, „dass 3 von 5 Papageien und 2 andere Vögel tot waren“. Die Frau vermutet, „dass sie an der Kälte gestorben sind, da tropische Vögel Temperaturen, die im Winter unter Null fallen, normalerweise nicht überstehen“.<BR /><BR />Auch schildert sie, dass „die verbleibenden Papageien und Wachteln begannen, die toten Tiere zu fressen, da sie offensichtlich kein Futter hatten“. Sie habe erfolglos versucht, Hilfe zu organisieren, selbst Futter gekauft.<BR /><BR />Da der öffentliche Park von vielen Familien besucht wird, bemerkten laut Leserin viele Kinder die toten Vögel. „Sogar ein 6-Jähriger sagte, die Papageien seien an Kälte gestorben. Auch die Eltern waren entsetzt“, erzählt die Frau, die schlussfolgert: „Wenn die Gemeinde nicht in der Lage ist, sich um exotische Vögel zu kümmern, sollten diese Tiere nicht bei diesen Temperaturen und ohne Nahrung in Gefangenschaft gehalten werden… Tiere haben wie Menschen das Recht auf ein würdevolles Leben.“<h3> „Feuerwerke sind schuld“</h3>Für die Pflege der Tiere und des Tiergeheges ist die Stadtgärtnerei zuständig, die in den Kompetenzbereich des Stadtrates Peter Natter fällt. Dieser betont, dass es ihm leid tue um die verendete Tiere, aber auch um die darum entstandene Diskussion. „Die Tiere werden nicht vernachlässigt. Die Verantwortlichen haben mir mitgeteilt, dass jeden Tag nach ihnen geschaut wird. Das Wohl der Tiere steht an oberster Stelle“, betont Natter, der verneint, dass der Tod der Tiere auf die Kälte zurück zu führen sei: „Sie sind aufgrund der Feuerwerke gestorben. Das wurde mir auch vom Amtstierarzt bestätigt“. Auch seien sie nicht über Tage tot im Gehege gelegen. <BR /><BR />Die Papageie, abgegeben von Privaten, die Zuhause keinen Platz mehr dafür hatten, sind laut Natter seit über 21 Jahren im Gehege untergebracht. 5 seien verendet. Feuerwerke hätten bei diesen einen Schock mit Herzrasen ausgelöst, dem die Tiere auch noch Tage danach erlegen seien. Auch hätten die als sehr sozial bekannten Papageie ihre Artgenossen nicht auffressen, sondern wiederbeleben wollen. <BR /><BR />„Wir lassen die Vögel untersuchen, auch auf Vogelgrippe. Das wäre aber ein komischer Zufall“, meinte Natter zur Todesursache. Zudem würden Gespräche geführt, was zu verbessern sei.<BR /><BR />Einen Schuldigen zu finden, wird schwierig: „Wie soll festgestellt werden, welches Feuerwerk das Herzrasen bei den Tieren ausgelöst hat. Ich habe x-Videos von Feuerwerken erhalten“.