Freitag, 12. Oktober 2018

Erste Ehe eines gleichgeschlechtlichen Paares in Österreich

Ein gleichgeschlechtliches Paar hat am Freitag erstmals in Österreich den Bund der Ehe geschlossen.

Symbolfoto
Symbolfoto

Es handelt sich dabei um jene beiden Frauen, die gemeinsam mit dem Rechtskomitee LAMBDA das Eheverbot für schwule und lesbische Paare vor dem Verfassungsgerichtshof zu Fall gebracht haben. Medien wollte das Paar lieber nicht dabei haben, die Hochzeit erfolgte im Familien- und Freundeskreis in Wien.

Die beiden Frauen leben seit einigen Jahren in eingetragener Partnerschaft und haben einen gemeinsamen Sohn. Dieser Sohn musste bisher unehelich sein, weil Österreich - als einziges Land der Welt - gleichgeschlechtliche Paare bei der Elternschaft und Familiengründung zwar rechtlich völlig gleichgestellt hat, die Eltern dieser Kinder aber trotzdem nicht heiraten lässt, teilte das Rechtskomitee am Freitag in einer Aussendung mit.

Verfassungsgerichtshof angerufen

Gemeinsam mit vier weiteren gleichgeschlechtlichen Familien hatte die Familie den Verfassungsgerichtshof angerufen, und dieser hat mit Wirkung vom 1. Jänner 2019 die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare einerseits und die Eingetragene Partnerschaft für verschiedengeschlechtliche Paare andererseits geöffnet.

ÖVP und FPÖ teilten erst am Donnerstag mit, dass die beiden Regierungsparteien ihren Widerstand gegen die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare aufgeben und die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs akzeptieren würden.

apa

stol