Donnerstag, 07. Januar 2016

Erster Friedhof für Mittelmeer-Flüchtlinge in Kalabrien

Im süditalienischen Kalabrien entsteht ein internationaler Friedhof für Flüchtlinge, die während der Fahrt über das Mittelmeer ums Leben gekommen sind.

Foto: © shutterstock

Die Toten sollen auf einem 10.000 Quadratmeter großen Gelände nahe dem einstigen faschistischen Internierungslager Ferramonti di Tarsia beigesetzt werden, zitierte Kathpress am Donnerstag die italienische Tageszeitung „Avvenire“.

Die Bauarbeiten sollen demnach Ende des Monats beginnen. Einmal fertiggestellt soll der Friedhof nach dem syrischen Flüchtlingskind Alan Kurdi benannt werden. Die Bilder vom Leichnam des drei Jahre alten Buben, der Anfang September nahe dem türkischen Bodrum an Land gespült wurde, erregten weltweit Aufsehen.

Es handelt sich dem Zeitungsbericht zufolge um ein Gemeinschaftsprojekt der Kommune Tarsia, der Region Kalabrien und der Menschenrechtsorganisation „Movimento Diritti civili“. In dem Lager Ferramoni di Tarsia wurden zwischen 1940 und 1943 Juden und Oppositionelle gefangen gehalten.

apa

stol