Freitag, 26. Juni 2015

Erster Weltkrieg: Ladiner bis nach Böhmen evakuiert

Nach Kriegsausbruch 1915 wurden die Bewohner der Dörfer entlang der Front evakuiert – ein Teil der Ladiner gar bis ins ferne Böhmen.

Blick aus dem Kriegsstollen am Lagazuoi oberhalb des Falzaregopasses.
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Blick aus dem Kriegsstollen am Lagazuoi oberhalb des Falzaregopasses.

Ladinien wurde durch den Kriegsausbruch gespalten: Gadertal, Gröden und Fassa blieben Hinterland der österreichischen Front, während in den kampflos geräumten Gemeinden Anpezo/Cortina d’Ampezzo, Col/Colle S. Lucia und im südlichen Teil von Fodom/Buchenstein italienische Truppen einzogen.

 

Die Bewohner des österreichischen Teils von Ampezzo und Buchenstein wurden zum Teil ins Gader- und ins Pustertal evakuiert, zum Teil aber auch in andere Teile Tirols und gar bis nach Nordböhmen hinauf: Einzelne Familien verschlug es bis nach Reichenberg (heute Liberec).

 

Die kriegsbedingten wirtschaftlichen Probleme hatten allgemeine Not zur Folge, unter der Evakuierte und Gastgeber gleichermaßen litten, was auch Auseinandersetzungen zur Folge hatte.

 

Die aus La Plié/Buchenstein/Livinallongo stammende und in Belluno lebende Historikerin Luciana Palla hat sich ausführlich mit dem Alltagsleben im Dolomitengebiet während des Ersten Weltkriegs beschäftigt.

 

Lesen Sie mehr dazu in der Wochenendausgabe des Tagblatts „Dolomiten“.

stol