Samstag, 25. Juni 2016

Etappensieg für Opposition bei angestrebter Maduro-Abwahl

Im krisengeschüttelten Venezuela wird ein Referendum zur Abwahl von Präsident Nicolás Maduro wahrscheinlicher. Nach Angaben der Opposition wurde eine wichtige Hürde genommen, um eine Volksabstimmung noch in diesem Jahr zu erzwingen.

Foto: © APA/EPA

Bei einer am Freitagabend (Ortszeit) abgeschlossenen Prüfung der eingereichten Unterschriften sei das nötige Quorum von mehr als 195 721 Unterzeichnenden mehr als übertroffen worden, teilte das Oppositionsbündnis MUD mit.

Der von den regierenden Sozialisten kontrollierte Wahlrat CNE muss nun die über 400 000 vorgelegten Unterschiften offiziell für gültig erklären. In einer nächsten Etappe muss die Opposition nochmals rund vier Millionen Unterschriften sammeln. Erst dann wäre der Weg für ein Referendum frei. Die Regierung spielt dabei auf Zeit: Findet das Referendum erst 2017 statt, gibt es selbst bei einer Niederlage Maduros keine Neuwahlen.

Das ölreiche Venezuela steckt seit Monaten in einer schweren Wirtschaftskrise. Zuletzt gab es Proteste und Plünderungen wegen der schlechten Versorgungslage in dem südamerikanischen Land.

dpa

stol