Mittwoch, 23. August 2017

EU besorgt wegen Eskalation des Konflikts im Jemen

Die EU hat sich besorgt über den Bürgerkrieg im Jemen gezeigt. Die weitere Eskalation des Konflikts sei „extrem Besorgnis erregend“, sagte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini am Mittwoch in Brüssel.

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Die EU verurteile Angriffe auf Zivilisten, so wie heute auf ein Hotel bei Sanaa, bei dem mindestens 35 Menschen starben.

Vor allem die von Saudi-Arabien unterstützte Koalition müsse Zivilisten schützen und internationales humanitäres Recht sowie die Menschenrechte achten, sagte die Sprecherin weiter. Die Houthi-Rebellen bekämpfen die international anerkannte jemenitische Regierung, die mit Waffen von Saudi-Arabien und arabischen Alliierten unterstützt wird.

Die Entwicklung habe große Auswirkungen auf die Leistung von humanitärer Unterstützung, sagte die EU-Sprecherin. Die Zahl der Opfer sei extrem hoch, Millionen von Menschen seien bereits gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen. Die humanitäre Lage sei besonders düster. Nach Ansicht der EU gibt es nur einen politischen Ausweg aus dem Konflikt.

Die EU rufe alle Konfliktparteien zu einem Ende der Gewalt auf. Die Einstellung von Feindseligkeiten sei wichtig für die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen sowie ein Schlüssel für die humanitäre Hilfe. Alle Kriegsparteien müssten Kompromisse machen. Die EU werde den Friedensprozess unterstützen und wolle auch nach dem Krieg eine aktive Rolle zur Unterstützung der Bevölkerung spielen.

apa/dpa

stol