Montag, 13. November 2017

EU-Bürger schickten 2016 30 Milliarden Euro ins Ausland

Bewohner der Europäischen Union haben im vergangenen Jahr 30,3 Milliarden Euro in Nicht-EU-Länder überwiesen.

Bewohner der Europäischen Union haben im vergangenen Jahr 30,3 Milliarden Euro in Nicht-EU-Länder überwiesen.
Bewohner der Europäischen Union haben im vergangenen Jahr 30,3 Milliarden Euro in Nicht-EU-Länder überwiesen. - Foto: © shutterstock

Die Zuflüsse betrugen im gleichen Zeitraum 9,9 Milliarden (Mrd.) Euro, wie aus dem am Montag veröffentlichen Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat hervorging. Dadurch lag der Negativsaldo erneut bei 20,4 Mrd. Euro. Den Großteil des Geldes schickten weiterhin Migranten in ihr Heimatland.

Wenig Veränderung gab es auch in der Länderreihung: Frankreich wies weiterhin mit 10,0 Mrd. Euro die höchsten Abflüsse in Drittstaaten (inkl. andere EU-Länder) auf, gefolgt von Großbritannien mit 7,1 Mrd. Euro und Spanien mit 6,8 Mrd. Euro sowie Italien mit 6,2 Mrd. Euro. In Österreich betrugen die Abflüsse insgesamt 805 Millionen Euro. Schlusslicht bildete hier erneut Bulgarien mit acht Mio. Euro.

Meisten Zuflüsse in Portugal

Die meisten Zuflüsse erhielt Portugal mit 3,3 Mrd. Euro, gefolgt von Polen mit 3,0 Mrd. Euro und Großbritannien mit 2,4 Mrd. Euro. Österreich wies hier 272 Mio. Euro an Zuflüssen aus dem Ausland auf. Wie schon im Vorjahr bekam Irland gar kein Geld aus einem Drittstaat.

Beim Saldo von Zu- und Abflüssen führte 2016 Polen mit 2,82 Mrd. Euro nur knapp vor Portugal mit 2,8 Mrd. Euro. An dritter Stelle lag Rumänien mit 2,2 Mrd. Euro. Österreich war mit einem Minus von 532 Mio. Euro erneut im unteren Bereich. Das höchste Minus hatte Frankreich mit 9,4 Mrd. Euro.

apa

stol