Montag, 02. September 2019

EU-Förderprojekt in Sexten läuft auf Hochtouren

Unter dem Projekttitel „Landschaftsentwicklungskonzept – Neue Wege zur Erhaltung und Entwicklung des Natur- und Landschaftsraumes“ hat es sich die Gemeinde Sexten zusammen mit zwei weiteren Projektpartnern aus Osttirol und Belluno zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein für die Bedeutung von Kultur- und Naturräumen zu stärken und Maßnahmen umzusetzen, die eine Weiterentwicklung aller drei Regionen unterstützen. Seit dem Startschuss vergangenen Sommer arbeiten die Beteiligten engagiert an der Projektumsetzung.

Sanierung der Harpfen
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Sanierung der Harpfen

Das Interreg-Kooperationsprojekt, an dem sich die Gemeinde Sexten zusammen mit der Gemeinde Kals und der Sozialgenossenschaft Cadore beteiligt, läuft auf Hochtouren. Bereits im vergangenen Frühjahr wurde der Zimmereibetrieb Johann Lampacher aus Sexten mit der Sanierung von sechs Harpfen und zwei Kalköfen beauftragt. Die Arbeiten gehen gut voran und können aller Voraussicht nach im Herbst dieses Jahres abgeschlossen werden. Die zügige Umsetzung dieser Maßnahme ist nicht zuletzt den betroffenen Grundeigentümern zu verdanken, die ihr Einverständnis zur Sanierung der Harpfen erteilt und einer Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit für zehn Jahre zugestimmt haben.

Im Zuge der Fertigstellung der Sanierungsarbeiten plant die Grundschule Sexten eine Exkursion mit den Schulkindern zu den Harpfen und Kalköfen sowie einen anschließenden Workshop, in dem sich die Kinder mit dem Natur- und Landschaftsraum in ihrer Heimatgemeinde auseinandersetzen. Dorfchronist Rudolf Holzer wird den Schülerinnen und Schülern Wissenswertes aus Gestern und Heute erzählen.

Nicht nur die Jüngsten, auch die Erwachsenen werden in diesem Kooperationsprojekt an Konzepte und Bedingungen zum Erhalt des Natur- und Kulturraumes herangeführt. Mitte September findet in Toblach eine Informationsveranstaltung rund um das Interreg-Förderprogramm statt, in dessen Rahmen auch das vorliegende Förderprojekt von allen drei Projektpartnern gemeinsam präsentiert wird.

Ein weiteres Veranstaltungshighlight des Sextner Projektpartners ist eine Podiumsdiskussion, welche am 10. Oktober im Haus Sexten organisiert wird. Die Veranstaltung trägt den Titel „Landschaftsentwicklungskonzept-Neue Wege in der Erhaltung und Entwicklung des Natur- und Kulturraumes“. Die EURAC wird an diesem Abend zum ersten Mal die im Zuge des Förderprojektes erarbeitete Studie zum IST-Stand des Natur-und Kulturraumes in Sexten präsentieren. Weiters wird der Historiker Hans Heiss einen Einblick in die Entwicklung im urbanisierten Gebiet geben, während Dorfchronist Rudolf Holzer als Zeitzeuge seine Wahrnehmungen über die Veränderungen des Natur- und Kulturraumes darstellen wird. Der Abend schließt mit einer moderierten Diskussion, in welcher sich auch die anwesenden Bürgerinnen und Bürger einbringen können.

Allem Verwaltungsaufwand zum Trotz engagiert sich die Gemeinde Sexten vorbildlich für die erfolgreiche Umsetzung des Interreg-Förderprojektes und beweist damit, dass EU-Beiträge für öffentliche Verwaltungen eine interessante Unterstützung sind.

Innerbichler Rieder GmbH, Vahrn

stol