„Schengen muss gewahrt und sogar ausgebaut werden“, sagte Avramopoulos der „Passauer Neuen Presse“ vom Donnerstag. „Wenn Schengen in Gefahr gerät, steht auch das Projekt Europa auf dem Spiel“, fügte er hinzu.Der Grieche hält „weder völlig offene noch völlig geschlossene Grenzen für realistisch“. Der Flüchtlingsandrang in den vergangenen Monaten habe gezeigt, dass die EU einen anderen Ansatz brauche. „Deswegen haben wir eine breiter angelegte Verfahrensweise in Form eines europäischen Grenz- und Küstenschutzsystems vorgeschlagen“, sagte Avramopoulos. Dabei gehe es aber nicht darum, eine „Festung Europa“ zu schaffen.Die EU-Staats- und Regierungschefs kommen am Nachmittag in Brüssel zu ihrem letzten Gipfeltreffen in diesem Jahr zusammen. Das zweitägige Treffen wird erneut von der Flüchtlingskrise dominiert. Die Runde befasst sich unter anderem mit den umstrittenen Plänen für einen gemeinsamen Grenz- und Küstenschutz. Er soll aus Sicht der EU-Kommission auch gegen den Willen von Mitgliedstaaten eingreifen können, um die EU-Außengrenzen zu sichern.apa/dpa