Dienstag, 22. September 2015

EU-Innenminister erzwingen Verteilung von Flüchtlingen

Die EU-Innenminister haben sich mit großer Mehrheit auf die Verteilung von 120.000 Flüchtlingen innerhalb Europas geeinigt.

Der erste Vize-Präsident der Europäischen Kommission Frans Timmermans, der spanische Innenminister Jorge Fernandez Diaz, der deutsche Innenminister Thomas de Maziere und EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos.
Der erste Vize-Präsident der Europäischen Kommission Frans Timmermans, der spanische Innenminister Jorge Fernandez Diaz, der deutsche Innenminister Thomas de Maziere und EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos. - Foto: © APA/EPA

Die Entscheidung fiel gegen die Stimmen von vier EU-Ländern, wie EU-Diplomaten am Rande des Treffens am Dienstag in Brüssel mitteilten. Nach Angaben von Diplomaten sind Tschechien, die Slowakei, Ungarn und Rumänien gegen die Verteilung.

Die Umverteilung von weiteren 120.000 Flüchtlingen innerhalb Europas soll Griechenland und Italien noch stärker entlasten als zunächst gedacht.

Die Botschafter der 28 EU-Staaten vereinbarten, dass diese beiden Länder auch noch von dem freigewordenen ungarischen Kontingent profitieren sollen. Damit werden nicht nur 66.000 Schutzsuchende aus Italien und Griechenland verteilt, sondern 54.000 zusätzliche.

Diese waren ursprünglich für Ungarn gedacht, das jedoch nicht der Meinung ist, entlastet werden zu müssen und einen Verteilungsschlüssel schon aus Prinzip ablehnt.

apa

stol