Dienstag, 12. April 2016

EU-Kommission „tief besorgt“ über Brenner-Pläne Wiens

Die EU-Kommission hat sich am Dienstag „tief besorgt“ über Österreichs Pläne zur Schließung der Brenner-Grenze zu Italien gezeigt. Eine Sprecherin erklärte in Brüssel, sollten diese Vorschläge tatsächlich umsetzt werden, werde man die Angelegenheit „ernsthaft“ prüfen. Was das konkret bedeutet, wurde nicht erklärt.

Der Brenner ist für die EU-Kommission ein Zeichen für die Freiheit und die Schengen-Zone, welches nicht aufs Spiel gesetzt werden darf.
Der Brenner ist für die EU-Kommission ein Zeichen für die Freiheit und die Schengen-Zone, welches nicht aufs Spiel gesetzt werden darf. - Foto: © D

Derzeit beobachte die Kommission nur die Ankündigungen in den Medien. Der Brenner sei ein Zeichen für die Freiheit in der EU und der Schengen-Zone. Eine Wiedereinführung von Grenzkontrollen müsste jedenfalls eine Ausnahme und verhältnismäßig sein, betonte die Sprecherin.

Gespräche noch am Dienstagnachmittag

EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos werde noch Dienstagnachmittag mit dem österreichischen Innenministerium in Kontakt treten.

Jedenfalls sei derzeit laut Kommissionssprecherin kein Umschichten der Flüchtlingsströme von Griechenland Richtung Italien zu beobachten. Auf letzte Zahlen der Umsiedlung syrischer Flüchtlinge aus der Türkei in die EU angesprochen, sagte sie, dass 34 dieser Migranten zuletzt nach Finnland gebracht worden seien.

apa

stol