„Wir danken ihnen (den italienischen Behörden) für ihre Anstrengungen“, sagte der Sprecher von EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström am Dienstag in Brüssel.„Aber sie müssen uns auch sagen, was sie konkret von uns erwarten.“Ein nordafrikanisches Flüchtlingsboot war am Montag vor der Insel Lampedusa gekentert, mindestens 17 Menschen starben. „Europa hilft uns nicht“, hatte Außenminister Angelino Alfano geklagt.Malmströms Sprecher sagte, die Kommissarin habe den Behörden im März einen Brief geschickt und um weitere Informationen zur Lage gebeten.Konkrete Antworten stünden aber noch aus. „Wir haben immer ein offenes Ohr, aber man muss sich auch darüber im Klaren sein, dass wir nicht den Platz der italienischen Behörden einnehmen können“, betonte der Sprecher.Aus Sicht der Brüsseler Behörde braucht es keine neuen Beschlüsse, sondern mehr guten Willen zur Aufnahme von Flüchtlingen.Nur elf Länder hätten im vergangenen Jahr etwa 5.000 Menschen aufgenommen. Auf Deutschland entfallen dabei 280 Menschen.„Wenn jeder Mitgliedsstaat ein paar Tausend Flüchtlinge aufnähme (...), würde das bereits einen großen Unterschied zwischen Leben und Tod machen.“apa/dpa