Donnerstag, 16. Juni 2016

EU-Parlament: Nein zu Alemagna

Im Europäischen Parlament ist am Donnerstag ein Bericht über die zukünftige Gestaltung der Makroregion Alpenraum EUSALP abgestimmt worden. Das Parlament hat dabei einer Verlängerung der umstrittenen Alemagna-Autobahn eine Absage erteilt - diese gehöre nicht zur Grundausrichtung alpiner Verkehrspolitik.

Der Europaparlamentarier Herbert Dorfmann begrüßt das parlamentarische Nein zur Allemagna. - Foto: Herbert Dorfmann
Der Europaparlamentarier Herbert Dorfmann begrüßt das parlamentarische Nein zur Allemagna. - Foto: Herbert Dorfmann

Seit Jänner 2016 ist die EUSALP aktiv, insgesamt 48 Regionen in sieben Ländern - dazu gehören die EU-Mitglieder Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und Slowenien sowie die Schweiz und Liechtenstein - sind darin vertreten.

Auch Südtirol und die Europaregion Tirol bringen sich in die Umsetzung von EUSALP ein, schrieb der Südtiroler EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann am Donnerstag.

Ziel der Alpenraumstrategie sei es, eine bessere Zusammenarbeit in Bereichen zu finden, in welchen all diese Gebiete vor ähnlichen Herausforderungen und Problemen stünden, meinte Dorfmann weiter.

Herbert Dorfmann an Debatte beteiligt

In seiner Aussendung stellte Herbert Dorfmann fest, dass er sich für viele Punkte, die für Südtirol wichtig seien und die die EUSALP in der nächsten Zeit angehen solle, stark gemacht hätte und darin vom Europäischen Parlament bestätigt worden sei.

„Es freut mich, dass meine Vorschläge mit großer Mehrheit angenommen wurden und man unter anderem weiter an der Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene arbeiten und diese auch finanzieren will. Vor allem der LKW-Verkehr belastet den Alpenraum sehr, die neue Brennerbahn mit dem BBT wird aber den Verkehr auf der Brennerachse revolutionieren“, so Dorfmann.

Verlagerung von Straße auf Schiene befürwortet

Der Verlängerung der Alemagna-Autobahn Richtung Norden, erklärten die EU-Parlamentarier eine klare Absage.

Dieses Projekt wäre in den letzten Monaten von venezianischen Wirtschaftskreisen wieder diskutiert worden, schreibt der Südtiroler EU-Parlamentarier. Entsprechend intensiv seien auch die Bemühungen in Brüssel, diese neue alpenquerende Autobahnverbindung voranzutreiben.

Das EU-Parlament erteilte diesem Ansinnen mit der heutigen Abstimmung eine klare Absage. Eine Verlängerung der Alemagna Richtung Norden würde, so das Europäische Parlament, nicht der Grundausrichtung der Verkehrspolitik in den Alpen entsprechen und solle daher auch nicht von der EU finanziert werden.  

stol

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