Dienstag, 17. Januar 2017

EU-Parlamentspräsident: Auch dritter Wahlgang ohne Entscheidung

Auch der dritte Wahlgang zum EU-Parlamentspräsidenten am Dienstagabend in Straßburg hat keine Entscheidung gebracht.

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Archivbild - Foto: © APA/EPA

Zwar lag neuerlich der EVP-Kandidat und Favorit Antonio Tajani mit 291 Stimmen vor dem Sozialdemokraten Gianni Pitella (199), doch erreichte der Konservative nicht die absolute Mehrheit. Im vierten Durchgang am späten Abend kommt es damit zur Stichwahl zwischen den beiden Italienern.

Dabei könnte es aber doch noch spannend werden. War man ursprünglich davon ausgegangen, dass nach dem Rückzieher des liberalen Kandidaten Guy Verhofstadt und der Unterstützung für die Europäische Volkspartei (EVP) die Sache für Tajani gelaufen schien, ist nun das Verhalten der EU-skeptischen EKR (Konservative und Reformer), der ebenfalls EU-kritischen „Europa der Freiheit und der direkten Demokratie“ (EFDD) und der rechtspopulistischen „Europa der Nationen und Freiheit“ (ENF) ausschlaggebend.

Gegenüber dem zweiten Wahlgang konnte Tajani seinen ersten Platz mit drei Stimmen ausbauen, während Pitella eine Stimme verlor.

apa

stol