Freitag, 24. Juni 2016

EU-Spitzen drängen auf schnelle Austrittsverhandlungen

Die Spitzen der EU haben sich nach dem Austrittsvotum der Briten in einer gemeinsamen Erklärung für schnelle Austrittsverhandlungen ausgesprochen.

Foto: © shutterstock

„Wir erwarten von der britischen Regierung, die Entscheidung der britischen Bevölkerung so schnell wie möglich umzusetzen, so schmerzhaft der Prozess auch ist. Jede Verzögerung würde die Unsicherheit unnötig verlängern.“

So heißt es in einem Statement, das EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, EU-Ratspräsident Donald Tusk, EU-Parlamentspräsident Martin Schulz und der EU-Ratsvorsitzende Mark Rutte am Freitag im Vorfeld einer Pressekonferenz veröffentlicht haben.

In einem freien und demokratischen Prozess habe das britische Volk den Wunsch geäußert, die Europäische Union zu verlassen. „Wir bedauern diese Entscheidung, aber respektieren sie“, so die EU-Spitzenvertreter. Das sei eine „noch nie da gewesene Situation“, aber man sei in der Antwort vereint. Die Union der 27 Mitgliedstaaten werde fortgesetzt.

Man stehe bereit, die Verhandlungen mit dem Vereinigten Königreich zügig zu starten. Bis dieser Prozess der Verhandlungen zu Ende sei, bleibe das Vereinigte Königreich Mitglied der Europäischen Union, mit allen Rechten und Pflichten, die sich daraus ableiten.

apa

stol