Mittwoch, 02. August 2017

EU wird vorerst nicht auf US-Sanktionsgesetz reagieren

Die EU wird vorerst nicht auf die Unterzeichnung des neuen US-Sanktionsgesetzes durch Präsident Donald Trump reagieren.

Aus EU-Sicht könnte das neue US-Gesetz zum Beispiel den Energietransport und die Wartung von Leitungssystemen in Russland, die das ukrainische Gastransitsystem versorgen, treffen.
Aus EU-Sicht könnte das neue US-Gesetz zum Beispiel den Energietransport und die Wartung von Leitungssystemen in Russland, die das ukrainische Gastransitsystem versorgen, treffen. - Foto: © shutterstock

Aus Brüsseler Sicht könnten bei der Durchführung der Sanktionen die europäische Interessen Berücksichtigung finden, erklärte eine Sprecherin von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Mittwochabend.

Nur für den Fall, dass dies nicht passiere, behalte man sich Gegenmaßnahmen vor. Sollten amerikanische Strafmaßnahmen konkret europäische Unternehmen benachteiligen, die mit Russland im Energiesektor im Geschäft sind, sei die EU bereit, innerhalb von Tagen adäquat zu reagieren, sagte sie.

Aus EU-Sicht könnte das neue US-Gesetz zum Beispiel den Energietransport und die Wartung von Leitungssystemen in Russland, die das ukrainische Gastransitsystem versorgen, treffen. Zudem könnte es Auswirkungen auf die Bemühungen der EU haben, den Energiesektor im Baltikum zu diversifizieren.

apa/dpa

stol