Laut dem Nationalen Amt für Statistik (ISTAT) leben in Italien rund 2,6 Millionen Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Viele von ihnen werden täglich mit Barrieren konfrontiert, nehmen aber auch am wirtschaftlichen Leben teil – als Mitarbeiter oder Unternehmer, aber auch als Kunden.Menschen mit besonderen Bedürfnissen arbeiten in unterschiedlichsten Branchen. Sowohl in herkömmlichen Firmen als auch in sozialen Unternehmen, die gewinnorientiert sind. Menschen mit Behinderungen sind nämlich auch Konsumenten von Dienstleistungen und Produkten, die eigens auf ihre besonderen Bedürfnisse hin entwickelt und vermarktet werden. Der barrierefreie Tourismus etwa eröffnet ganz neue soziale und wirtschaftliche Möglichkeiten. Welche sind das genau? Wie funktionieren Reiseführer für Blinde und Gehörlose? Gibt es andere Beispiele?Antworten dazu gaben am Mittwochabend auf der EURAC-Turmterrasse der Wirtschaftswissenschaftler Jan van der Borg der Universität Ca? Foscari in Venedig, Stefan Hofer, der Präsident des Dachverbandes für Soziales und Gesundheit sowie Davide Cervellin von der Trientner Firma Tiflosystem. Tiflosystem ist ein führendes italienisches Unternehmen im Bereich der Technologien für Menschen mit Behinderungen.Durch den Abend moderierte Simona Regina, Wissenschaftskommunikatorin der Sissa (Scuola internazionale superiore di studi avanzati) in Triest.Ein zusätzliches Highlight des EURAC science cafès feat. TIS waren die Live-Cartoons von Rudi und die Deep-House-Musik von DJ Pete. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem TIS innovation park und dem Innovationszentrum Trentino Sviluppo organisiert. Am Dienstag, den 20. September, um 13.05 Uhr gibt es auf Radio Tandem einen Mitschnitt des Science-Talks.Mehr Informationen zu den science cafés gibt es HIER.