Dienstag, 12. Juli 2016

Europäer fürchten mehr Terror durch Flüchtlingszustrom

Viele Europäer befürchten einer jüngsten Umfrage zufolge, dass der Flüchtlingszustrom die Terrorgefahr in ihrem Land erhöht.

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Archivbild - Foto: © LaPresse

Auch die Sorge, dass Flüchtlinge Arbeitsplätze wegnehmen und zur finanziellen Last werden könnten, ist weit verbreitet, wie aus der am Montag veröffentlichten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Pew hervorgeht. Befragt wurden demnach Bürger in zehn Ländern, darunter Italien. In acht davon äußerten Pew zufolge mindestens die Hälfte der Befragten oder mehr die Befürchtung, dass der Flüchtlingszustrom die Wahrscheinlichkeit von Terrorismus erhöhe.

Spitzenreiter sei Ungarn mit 76 Prozent, gefolgt von Polen (71) sowie Deutschland und den Niederlanden (je 61 Prozent). Italien kommt auf 60 Prozent. Die Schlusslichter bilden Frankreich (46 Prozent) und Spanien (40 Prozent).

Italiener sorgen sich um die Wirtschaft

In fünf der Länder sind laut der Umfrage die Hälfte der Teilnehmer oder mehr besorgt, dass die Flüchtlinge eine wirtschaftliche Belastung darstellen. Am stärksten sei auch diese Sorge in Ungarn ausgeprägt (81 Prozent), danach folgten die Polen (75), die Griechen (72) und die Italiener (65 Prozent). Die Deutschen bilden Pew zufolge hier mit 31 Prozent das Schlusslicht.

Befragt wurden nach Angaben des Instituts mehr als 10 000 Menschen, so auch in Schweden, Spanien, Frankreich und Großbritannien. Die Erhebung habe zwischen Anfang April und Mitte Mai stattgefunden, also vor dem „Brexit“-Referendum in Großbritannien und dem Terroranschlag am Atatürk-Flughafen in Istanbul.

dpa

stol