In der parlamentarischen Versammlung konnte sich der Sozialdemokrat aus Norwegen am Dienstag in Straßburg gegen seine Mitbewerberin durchsetzen, die frühere deutsche Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP).Der ehemalige norwegische Ministerpräsident Jagland leitet seit 2009 auch das Komitee, das jährlich den Friedensnobelpreis vergibt.Für Jagland stimmten 156 Parlamentarier aus den 47 Europaratsländern, auf die deutsche Kandidatin entfielen 93 Stimmen. Der Generalsekretär amtiert fünf Jahre und beginnt seine Tätigkeit am 1. Oktober. Die Wiederwahl eines Amtsinhabers ist in Straßburg unüblich. Zuletzt gelang sie dem Italiener Lodovico Benvenuti (bis 1964).Der Europarat ist eine am 5. Mai 1949 durch den Vertrag von London gegründete und heute 47 Staaten umfassende Organisation der europäischen Länder. Er ist kein Organ der Europäischen Union und hat auch nichts mit dieser zu tun. dpa