Montag, 09. Juli 2018

Ex-Brexit-Minister: May soll Premierministerin bleiben

Der am Sonntagabend zurückgetretene Brexit-Minister David Davis will nach eigenen Angaben Premierministerin Theresa May nicht stürzen. Er habe mit seinem Rücktritt eine Gewissensentscheidung getroffen, sagte Davis am Montag in einem Interview im BBC-Radio.

Als Begründung für seinen Abtritt nannte Davis Differenzen über die neue Brexit-Strategie der Regierungschefin.
Als Begründung für seinen Abtritt nannte Davis Differenzen über die neue Brexit-Strategie der Regierungschefin. - Foto: © APA/AFP

Sollte May dennoch stürzen, werde er seinen Hut nicht in den Ring werfen. Theresa May sei „eine gute Premierministerin“.

Abtritt nach neuer Brexit-Strategie

Als Begründung für seinen Abtritt nannte Davis Differenzen über die neue Brexit-Strategie der Regierungschefin. Noch am Freitag hatte May nach einer Marathon-Sitzung des Kabinetts auf dem Landsitz Chequers Einigkeit verkündet.

Doch der Brexit-Hardliner Davis fürchtet, die Pläne könnten Großbritannien zu eng an die EU binden. Außerdem drohten weitere Konzessionen an Brüssel im Lauf der Verhandlungen. Das will Davis nun verhindern, indem er vom Parlament aus Druck auf die Regierung ausübt.

Großbritannien verlässt EU im März 2019

Sorgen, dass die Zeit für ein Brexit-Abkommen nun knapp werden könnte, hat Davis nicht. Er gehe davon aus, dass die Verhandlungen in Brüssel ohnehin bis zur allerletzten Minute gehen werden.

Großbritannien verlässt die EU am 29. März 2019. Eigentlich soll ein Abkommen über den Austritt schon im Herbst stehen, damit es noch rechtzeitig ratifiziert werden kann.

dpa

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stol