Freitag, 06. März 2015

Ex-BZÖ-Obmann Westenthaler von allen Vorwürfen freigesprochen

Das Wiener Straflandesgericht ortete weder den schweren Betrug noch die Untreue als Beteiligter. Auch sein ehemaliger Co-Vorstand wurde freigesprochen.

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Der ehemalige BZÖ-Obmann und Ex-Vorstand der österreichischen Fußball-Bundesliga Peter Westenthaler ist am Freitagnachmittag im Wiener Straflandesgericht vom Vorwurf des schweren Betrugs und der Untreue als Beteiligter zur Gänze freigesprochen worden. Auch für seinen ehemaligem Co-Vorstand Thomas Kornhoff gab es einen Freispruch.

Während Richter Wolfgang Etl zur Begründung dieser Entscheidungen ansetzte, lehnte sich Westenthaler mit deutlichen Anzeichen großer Erleichterung auf der Anklagebank zurück.

Wie der Vorsitzende des Schöffensenats erläuterte, war nach Ansicht des Gerichts hinsichtlich der vom Nationalrat gewährten Millionen-Subvention zur Förderung des Fußball-Nachwuchses kein strafbares Verhalten gegeben. „Der Österreichische Fußball-Bund ÖFB wurde nicht getäuscht, der ÖFB und die Bundesliga-Vereine wurden nicht geschädigt“, stellte Etl fest.

Dem Ex-Fußball-Bundesliga-Vorstand wurde die zweckwidrige Verwendung einer dem Fußball-Nachwuchs zugedachten Förder-Million vorgeworfen. Darüber hinaus geht es auch um mutmaßliche Scheinrechnungen an die Österreichischen Lotterien. Bei einer Verurteilung hätten Westenthaler bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe gedroht.

apa

stol