Dienstag, 09. Januar 2018

Ex-Student aus Hessen wegen Terrorverdachts angeklagt

Wegen Terrorverdachts hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt einen ehemaligen Doktoranden der TU Darmstadt am Oberlandesgericht angeklagt. Der 37 Jahre alte Syrer muss sich wegen einer ganzen Reihe von Delikten verantworten, wie Oberstaatsanwalt Alexander Badle am Dienstag erklärte: Werbung für eine ausländische terroristische Vereinigung, Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, Volksverhetzung und versuchte Nötigung.

 Die Anzeigen belaufen auf Werbung für eine ausländische terroristische Vereinigung, Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, Volksverhetzung und versuchte Nötigung.
Die Anzeigen belaufen auf Werbung für eine ausländische terroristische Vereinigung, Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, Volksverhetzung und versuchte Nötigung. - Foto: © shutterstock

Der Ex-Student aus dem südhessischen Weiterstadt sitzt seit Februar 2017 in Untersuchungshaft. Er soll 2016 bei Facebook drei Videos hochgeladen haben, um für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu werben. Dabei habe er dazu aufgerufen, Köpfe abzuschlagen. In einem schriftlichen Facebook-Kommentar soll er die Täter zur Ermordung eines jordanischen Autors beglückwünscht haben.

Seit 2014 soll er sich Anleitungen zum Bombenbau besorgt haben. Die Generalstaatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie „zur Vorbereitung der Begehung eines Anschlags in Deutschland oder Europa“ dienen sollten. Ein konkretes Anschlagsziel ergaben die Ermittlungen aber bisher nicht.

Täter suchte Hilfe zur Tötung von Ungläubigen

Auch in der Untersuchungshaft soll der Angeschuldigte weiter für den IS geworben haben. Einem Mitgefangenen, der sich fälschlicherweise als Moslem ausgab, habe er erklärt, dieser müsse beim Töten der Ungläubigen helfen, so die Generalstaatsanwaltschaft. Wenn der Mitgefangene nach seiner Entlassung Bomben lege, würde er ihm dafür Geld geben. Die Anschläge würden aus Katar finanziert, er habe seine Leute für die Beschaffung der Bomben. Als sich herausstellte, dass der Mann Christ war, soll er gedroht haben, er würde ihn umbringen.

dpa

stol