Freitag, 31. Dezember 2021

Explodierende Puppen, 12 Trauben, Gold im Kuchen: Skurrile Silvestertraditionen

2021 ist bald vorbei. Der Countdown für das neue Jahr läuft bereits. Weltweit gibt es verschiedenste Bräuche, das neue Jahr feierlich zu begrüßen. Mancherorts geht es dabei ziemlich schräg zu. STOL hat einige der skurrilsten Traditionen für Sie zusammengestellt.

Die Spanier essen 12 Trauben in 12 Sekunden – eine für jeden Glockenschlag.
Die Spanier essen 12 Trauben in 12 Sekunden – eine für jeden Glockenschlag. - Foto: © Shutterstock
Die meisten haben den Sekt oder den Champagner bereits kaltgestellt, um nach Mitternacht die Korken knallen zu lassen. Mit Silvester sind viele Traditionen und Bräuche verbunden – einige davon sind ganz schön verrückt.

Bevor Sie weiterlesen: Testen Sie Ihr Wissen im STOL-Silvesterquiz.

Kanada: Nackt ins kalte Wasser

In Kanada gehört es zur Tradition, sich nackt kopfüber ins kalte Wasser zu stürzen. Das Neujahrsschwimmen soll abhärten und Gesundheit für das neue Jahr bringen. In Kanada sind die Temperaturen aktuell eisig kalt. Minus 28 Grad wurden vor Kurzem gemessen.



Ecuador: Puppen in die Luft jagen

Explodierende Puppen gehören zur Silvestertradition in Ecuador. Hier werden üblicherweise Puppen gebastelt, in welche dann Feuerwerkskörper gesteckt werden. Dann werden die Puppen in die Luft gejagt. Sie stellen das „Böse“ in Form von Hexen, oder ganz bestimmte Personen, wie beispielsweise Politiker, dar.



Argentinien: Schnee auf der Südhalbkugel

Die Argentinier trennen sich wortwörtlich von der Last des vergangenen Jahres. Dokumente, die nicht mehr benötigt werden, werden zerschreddert, oder zu Papierschnipseln zerrissen. Diese lässt man anschließend aus dem Fenster rieseln. Dadurch machen sich die Argentinier ihren eigenen Schnee und es kommt zum Wintereinbruch auf der Südhalbkugel.

China: Frauen locken Männer mit Mandarinen im Meer

Die Chinesen feiern den Beginn des neuen Jahres erst zum zweiten Neumond nach der Wintersonnenwende, also zwischen dem 21. Januar und dem 20. Februar. Dafür ist die Party mit Feuerwerk, Laternen und Böllern dann umso größer. Einer skurrilen Tradition folgend werfen unverheiratete Frauen an Silvester Mandarinen ins Meer, welche dann zukünftige Ehemänner anlocken sollen. Jährlich reisen zahlreiche Touristen nach China, um das besondere Neujahrsfest dort mitzuerleben.



Spanien: 12 Trauben in 12 Sekunden

Die Spanier essen um Mitternacht 12 Trauben – eine für jeden Glockenschlag. Wer alle schafft und nach dem letzten Glockenschlag keine Traube mehr übrig hat, erfährt besonderes Glück im kommenden Jahr. Die Glockenschläge werden sogar live in ganz Spanien im Fernsehen übertragen. Jedes Jahr verschlucken sich unzählige Spanier an ihrem Glück, weshalb die Glocken des „Casa-de-Correos“-Uhrturm in Madrid nicht mehr im Sekundentakt, sondern nur noch alle 3 Sekunden schlagen.



Griechenland: Gold im Neujahrskuchen

In Griechenland gehört der traditionelle Familienbrauch des Neujahreskuchens, der auch Vasilopita gennannt wird, an Silvester dazu. Hierbei wird eine Goldmünze in ein Hefeteig- oder Mürbteiggebäck eingebacken. Anschließend wird der Kuchen gesegnet und das Mitglied der Familie, welche das Goldstück bei der Aufteilung erhält, erfährt im neuen Jahr viel Glück.

Thailand: Riesige Wasserschlacht

Auch in Thailand ist das Datum für das Neujahrsfest ein anderes als bei uns. Traditionell kommt es hier zu einer riesigen Wasserschlacht: Mit Wasserbomben, Wasserpistolen und anderen Spielzeugen liefern sich die Menschen hier eine wahre Straßenschlacht mit Wasser, die im Party-Trubel für eine wohltuende Abkühlung sorgt.



Dänemark: Sprung ins neue Jahr

Um Punkt Mitternacht ist es in Dänemark üblich, von einem Stuhl oder Sofa ins neue Jahr zu hüpfen. Das soll nämlich Glück bringen. Wer noch mehr Glück will, zerschmettert zudem altes Porzellan.

Italien: Rote Unterwäsche in der Silvesternacht

Fast jeder trägt sie in der Silvesternacht: Rote Unterwäsche. Diese Tradition soll in Italien, aber auch in Spanien und anderen Ländern Glück, Gesundheit und Liebe im neuen Jahr bringen. Dessous-Läden stellen daher jedes Jahr spätestens kurz nach Weihnachten ihre Wäscheauslage um – alles in der Farbe Rot.



Amerika: Der Müll bleibt im Haus

In Amerika gilt die Regel „Nothing Goes Out“, nach der am ersten Tag des Jahres nichts das Haus verlassen darf, auch nicht der Müll. Wenn doch, droht Unglück.

jot