So müssen die Christen in der Provinz Al-Rakka eine eigene, nur für sie geltende Kopfsteuer im Gegenwert von bis zu 13 Gramm reinen Goldes bezahlen.Ihre Gottesdienste müssen sie hinter verschlossenen Türen abhalten, Kreuze und Bibeln dürfen sie nicht in der Öffentlichkeit zur Schau stellen.Syrische Menschenrechtsaktivisten, aber auch mit ISIS rivalisierende islamistische Milizen verurteilen die Maßnahmen scharf. „Diese Regeln sind ein Hohn. Sie sind inakzeptabel“, sagte Abu al-Fadel, ein Kommandant der Al-Kaida-nahen Al-Nusra-Front im syrischen Grenzgebiet zum Libanon, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa am Telefon.In der Provinzhauptstadt Al-Rakka lebten vor Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs 350 000 Menschen, darunter etwa ein Prozent Christen. Die meisten von ihnen seien geflohen, als dort die ISIS-Milizen die Herrschaft übernommen hätten, teilten die Syrischen Menschenrechtsbeobachter in London mit.dpa