Dienstag, 10. April 2018

FBI-Razzia im Büro von Trumps persönlichem Anwalt

Neue Entwicklung bei den Ermittlungen der US-Justiz im näheren Umfeld von US-Präsident Donald Trump: Die Bundespolizei FBI hat am Montag das Büro von Trumps persönlichem Anwalt Michael Cohen durchsucht und dabei diverse Dokumente beschlagnahmt.

Für Donald Trump ist die Razzia eine "Hexenjagd". - Foto: APA (AFP/GETTY)
Für Donald Trump ist die Razzia eine "Hexenjagd". - Foto: APA (AFP/GETTY)

Veranlasst wurde die Durchsuchung nach Angaben von Cohens Rechtsvertreter Stephen Ryan teilweise von dem Sonderermittler zur Russland-Affäre.

Trump bezeichnete die Durchsuchung als „Schande”. Damit sei ein „ganz neues Niveau der Unfairness” erreicht worden, beklagte er. Es handle sich um eine „totale Hexenjagd”.

Die Durchsuchungsbefehle gegen Cohen bezogen sich nach Informationen der „New York Times” auf „mehrere Themen”, darunter die Pornodarstellerin Stormy Daniels. 

Der Zeitung zufolge bezieht sich zumindest ein Teil der beschlagnahmten Dokumente offenbar auf eine Zahlung von 130.000 Dollar (nach heutigem Wert 106.000 Euro), die Cohen wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl 2016 an Stormy Daniels - mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford - geleistet hatte.

Die Zahlung erhielt Daniels nach ihren Angaben im Rahmen eines Stillhalteabkommens zu der angeblichen Affäre. Sie hält die Vereinbarung inzwischen aber für ungültig und hat dagegen geklagt. Cohen wiederum hat angeführt, die Zahlung aus eigener Tasche und ohne Trumps Wissen geleistet zu haben.

Warum er die Zahlung leistete, hat der Anwalt allerdings bisher nicht erklärt. Sollte es seine Absicht gewesen sein, damit Trumps Wahlkampf zu helfen, könnte es sich möglicherweise um eine illegale Form der Wahlkampffinanzierung gehandelt haben.

apa/ag.

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stol