Dienstag, 05. Juli 2016

FBI sieht keinen Grund für Anklage gegen Clinton in E-Mail-Affäre

Die US-Bundespolizei FBI sieht keinen Grund, Anklage gegen die Ex-Außenministerin – und voraussichtliche Präsidentschaftskandidatin der Demokraten – Hillary Clinton in der Affäre um ihren privaten E-Mail-Server zu erheben.

Hillary Clinton wurde von den Vorwürfen freigesprochen.
Hillary Clinton wurde von den Vorwürfen freigesprochen. - Foto: © APA/EPA

Dies sei auch die Empfehlung seiner Behörde an das Justizministerium, sagte FBI-Chef James Comey am Dienstag. Es gebe keine klaren Hinweise dafür, dass Clinton oder ihre Mitarbeiter hätten Gesetze brechen wollen, sagte Comey.

Vielmehr lägen Anzeichen für einen „extrem verantwortungslosen Umgang“ mit den E-Mails vor. Für einen erfolgreichen Hackerangriff hätten die Ermittler zwar keine Belege gefunden. Allerdings könne nicht ausgeschlossen werden, dass feindliche Parteien Zugang erlangt hätte.

Das FBI selbst kann Clinton nicht anklagen. Es gibt dem Justizministerium eine Empfehlung.

Clinton hatte während ihrer Zeit als Außenministerin von 2009 bis 2013 für ihre dienstliche Kommunikation eine private E-Mail-Adresse genutzt. Hinzu kam laut Comey eine Reihe mobiler Geräte. Damit verstieß sie gegen die geltenden Sicherheitsregeln.

apa/afp/reuters

stol