Heute, mit gerade einmal 25 Jahren, ist er es: Co-Pilot für das älteste Privatjetunternehmen Österreichs. s+ hat mit ihm über den Traum vom Fliegen gesprochen.<BR /><BR />Bis zum Abschluss der Oberschule blieb der Traum vom Fliegen für Felix Putzer ein Traum. Als er 2016 die Matura in der Tasche hatte, stieß er im Internet auf die Anzeige einer Flugschule aus Salzburg, die in Bozen einen Eignungstest durchführte. „Ich wollte es einfach probieren, und tatsächlich ist es gut gegangen“, erinnert sich Felix Putzer. Bei diesem Test ging es vor allem um kognitive Aufgaben, Kurzzeitgedächtnisübungen und Kopfrechnen.<BR /><BR />Nach einigen Gesprächen mit seinen Eltern – immerhin ist die Ausbildung nicht ganz billig – wechselte er im Herbst 2016 an die Flugschule nach Salzburg: Er wollte die Ausbildung zum Piloten machen. Nachdem die medizinische Flugtauglichkeit festgestellt worden war, begann die 2 Jahre dauernde Ausbildung, die von Luftrecht, Meteorologie und Navigation vieles umfasst. „Ich habe mich aber nicht besonders schwergetan“, erinnert sich Felix Putzer. Im Herbst 2018 konnte er die Theorie- und Praxisprüfungen ablegen, im Frühling 2019 hatte er schließlich die Berufspilotenlizenz in der Tasche. <BR /><BR />Weil ihn Privatjets interessierten, bewarb er sich bei einigen Privatjet-Unternehmen. Mit Erfolg: 2 Wochen später hatte er den Job des Co-Piloten bei „Tyrolean Jet Services“, dem ältesten Privatjetunternehmen Österreichs in der Tasche – und konnte ihn auch während der Corona-Pandemie behalten, in einer Zeit, in der viele seiner Kollegen arbeitslos wurden. Allerdings musste auch er für einige Zeit Kurzarbeit antreten. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="797879_image" /></div> <BR /><BR />„Ich darf mein Hobby und meine Leidenschaft zum Beruf machen“, freut sich der junge Terner. „Mein Kindheitstraum ist in Erfüllung gegangen.“ Abgehoben und gelandet ist er mittlerweile mehrfach, am beeindruckendsten seien die Landebahnen in Innsbruck und St. Moritz, sagt er. Aber auch Landungen in der Nacht oder beim Sonnenuntergang in London oder Istanbul seien schon etwas Besonderes. <BR /><BR />Weil im Privatjet das Cockpit nicht mit einer Tür zu den Passagieren abgegrenzt ist, kommen durchaus einige zu ihm und lassen sich den Jet erklären. Daraus ergeben sich oft sehr interessante Gespräche, erzählt Putzer. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="797882_image" /></div> <BR /><BR />Ihm gefällt das abwechslungsreiche Leben eines Piloten: Gestern noch in Rotterdam, heute in Spanien, morgen dann London und weiter nach St. Moritz. Die Arbeit beginnt dabei schon lange vor dem Abflug: Die Crew trifft sich, bespricht die Wettersituation, die Route sowie Gewicht und Geschwindigkeit. Da es für kleinere Privatjets keine eigenen Stewardessen gibt, ist auch das Auffüllen der Getränke sowie die Reinigung des Flugzeuges Sache des Co-Piloten. <BR /><BR />Für die Zukunft wünscht sich Putzer, weitere Erfahrungen zu sammeln, Langstreckenflüge zu fliegen und nach einer bestimmten Anzahl an Flugstunden auch Kapitän einer Maschine zu werden.