Nach dem Erfolg der Elektra von Richard Strauss, eine Koproduktion des Bozner Stadttheaters mit den Theatern von Modena, Piacenza und Ferrara, steht auch die neue Spielzeit der Stiftung Stadttheater im Zeichen der künstlerischen Zusammenarbeit zwischen dem musikalischen Leiter Gustav Kuhn und dem Regisseur Manfred Schweigkofler.Mit „Fidelio“ soll diese Zusammenarbeit bekräftigt werden. Mit der Komposition von Fidelio hatte Beethoven bereits seinen künstlerischen Höhepunkt erreicht.Es handelt sich dabei um ein Singspiel in zwei Akten; das Libretto wurde von Joseph Sonnleithner und Georg Friedrich Treitschke geschrieben. Fidelio wurde am 20. November 1805 am Theater an der Wien uraufgeführt. Der Publikumserfolg bei der Premiere war jedoch so gering, dass Beethoven dazu geneigt war, weitere Aufführungen abzusagen. Bis zum Jahre 1814 - es war das Jahr, an dem Beethoven die dritte und letzte Version schrieb - hatte die Oper ein schwieriges Leben. Der Grund dafür liegt bei der Komposition der Ouverture, die er viermal schrieb.„Fidelio“ ist die Geschichte von Leonore, einer mutigen, verliebten Frau, die nicht aufgibt, ihren totgesagten Mann zu suchen. Die Frau glaubt nicht an seinen Tod und verkleidet sich als Mann, um in das Gefängnis zu gelangen, in dem sie ihn vermutet. Verbunden mit Gefahren und Hindernissen kann sie ihn schlussendlich finden und befreien und rettet ihn vor dem Tod. Die Idee für diese Geschichte entstand aus dem Bedürfnis des Autors, sich für die Ideale der Freiheit und der Gerechtigkeit und gegen jede Form von Tyrannei einzusetzen. Die politischen und sozialen Umstände waren zum Zeitpunkt der Uraufführung dieser Oper nicht gerade die besten. Somit konnten der Grundgedanke und der freie Geist des Fidelio wenig Anklang finden.Die Bozner Version von Beethovens Oper möchte den theatralischen Aspekt betonen und gleichzeitig auch die Schauspielweise der italienischen Commedia dell’Arte wieder verwenden.Tickets gibt es unter der Telefonnummer 0471/053800.