Die Ankündigung dürfte das Verhältnis zwischen Finnland, Schweden und Russland weiter abkühlen lassen. Ein Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Sergei Markov, hatte den nordeuropäischen Ländern bereits im Juni Russlandfeindlichkeit vorgeworfen und sie vor einem Beitritt in das westliche Militärbündnis gewarnt.Schweden und Finnland sind bisher nicht Mitglieder der Nato, um den russischen Nachbarn nicht zu verärgern. Der neue finnische Ministerpräsident Alexander Stubb scheint darauf aber keine Rücksicht mehr nehmen zu wollen. Er hält eine Mitgliedschaft für wünschenswert und auf lange Sicht auch möglich. Die finnische Bevölkerung ist Umfragen zufolge allerdings mehrheitlich dagegen.Der schnellen Eingreiftruppe der Nato (Nato Response Force) nun das Recht einzuräumen, in Finnland Übungen abzuhalten, ist da ein Kompromiss. Die Vereinbarung beinhaltet die Nutzung von Häfen und Flughäfen sowie des Land-, Luft- und Seeraums. Finnland werde die Logistik und die Verpflegung bereitstellen, sagte Haglund. Finnland verpflichte sich damit aber nicht, ausländischen Truppen ein dauerhaftes Stationierungsrecht einzuräumen oder ihren Transit generell zu akzeptieren. Auch Schwedens Verteidigungsministerin Enström äußerte sich entsprechend.dpa