Dienstag, 21. März 2017

First Daughter statt First Lady: Ivanka zieht ins Weiße Haus

Sie ist die eigentliche Frau an der Seite des Präsidenten – und richtet sich nun ein im Zentrum der Macht: US-Präsidententochter Ivanka Trump bekommt ein eigenes Büro im Weißen Haus.

Tochter Ivanka Trump ist die eigentliche Frau an Donald Trumps Seite.
Tochter Ivanka Trump ist die eigentliche Frau an Donald Trumps Seite. - Foto: © APA/AFP

Ein Amt hat die 35-Jährige nicht inne. Was sie aber hat, ist das Vertrauen ihres Vaters Donald Trump. Das macht Ivanka Trump zu einer einflussreichen Größe im politischen Washington. Dass sie sich nun fest im Weißen Haus etabliert, illustriert ihren außergewöhnlichen Einfluss.

In der Geschichte der USA gibt es etliche Beispiele für mächtige Präsidenten-Gattinnen. Eine Tochter als Machtfaktor ist indes neu. „Mit einer erwachsenen Tochter des Präsidenten, die aktiv an der Arbeit der Regierung beteiligt ist, betreten wir Neuland“, räumte ihr Anwalt Jamie Gorelick gegenüber dem Nachrichtenportal „Politico“ ein.

Kritiker stoßen sich am „Interessenkonflikt“

Kritiker verfolgen Ivanka Trumps Aufstieg mit Argwohn: Ihre unternehmerischen Tätigkeiten lassen den Verdacht des Interessenskonflikts aufkommen. Allerdings gilt die elegante, selbstbeherrschte und stets freundliche Trump-Tochter auch den Kritikern als stabilisierende Größe an der Seite des sprunghaften Präsidenten.

Ivanka Trumps Einzug ins Weiße Haus könnte ein Hinweis darauf sein, dass ihr Vater, der sich in Washington von vielen feindlichen Kräften umzingelt wähnt, seinen kleinen Zirkel von Vertrauten noch enger um sich schart.

apa/afp

stol