Mittwoch, 25. Mai 2016

Fischer für „Rückkehr zur demokratischen Normalität“

Der scheidende österreichische Bundespräsident Heinz Fischer hat nach dem hitzigen Präsidentschaftswahlkampf die Rückkehr zur Normalität eingemahnt. Nach einem Gespräch mit dem unterlegenen FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer am Mittwoch betonte Fischer, dass nun alles getan werden müsse, um den „demokratischen Normalzustand“ wiederherzustellen.

Der gescheiterte Bundespräsidentschaftskandidat und der scheidende Bundespräsident: Norbert Hofer (links) zu Besuch bei Heinz Fischer.
Der gescheiterte Bundespräsidentschaftskandidat und der scheidende Bundespräsident: Norbert Hofer (links) zu Besuch bei Heinz Fischer. - Foto: © APA

Norbert Hofer sagte zu, dazu beitragen zu wollen und sieht Österreich nicht als „gespaltenes Land“.

Die FPÖ streut vor allem via Social Media seit Tagen Wahlmanipulations-Gerüchte. Am Dienstag sah sich FPÖ-Chef Heinz Christian Strache gezwungen, seine Facebook-Fans „zur Besonnenheit und zur Mäßigung“ aufzurufen und mehrere seiner Postings zu löschen.

Gewaltaufrufe gegen Van der Bellen

Laut Medienberichten hatten Facebook-User zuvor Van der Bellens Privatadresse veröffentlicht und mit Gewalttaten gedroht. Die Sicherheitsvorkehrungen für den designierten Bundespräsidenten wurden daraufhin erhöht, wie das Innenministerium dem „Standard“ sagte.

Fischer ging darauf in seinem Statement zwar nicht direkt ein, forderte aber die Wiederherstellung des Normalzustandes. „Wenn die Wahl vorbei ist, bemüht man sich, zur demokratischen Normalität zurückzukehren“, sagte der Bundespräsident nach seinem Gespräch mit Hofer. Unterschiedliche Standpunkte müssten „in ruhiger und besonnener Art“ ausgetauscht werden.

Hofer betonte, dazu beitragen zu wollen. „Ich bin nicht der Meinung, dass Österreich ein gespaltenes Land ist“, sagte der Dritte Nationalratspräsident.

Strache teilte indessen noch Mittwochvormittag via Facebook einen Bericht des FPÖ-nahen Blogs „unzensuriert.at“, in dem über angebliche Wahlmanipulation zugunsten Van der Bellens spekuliert wird.

apa

stol