<b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />Nicht jeder Hund sollte Sport treiben. Voraussetzung ist, dass er ausgewachsen ist (je nach Rasse 8 Monate bis 2 Jahre). Zudem muss er fit, gesund und erzogen sein. Er sollte die Signale „Langsam, Stopp, Links/Rechts“ kennen. Hat er Schwierigkeiten mit Artgenossen oder zeigt er unerwünschtes Jagdverhalten, sollte das Trainingsgelände gut gewählt werden. <BR /><BR />Ist der Vierbeiner bereits älter oder hat gesundheitliche Probleme, muss der gemeinsame Sport vorab mit einem kompetenten Physiotherapeuten oder Tierarzt abgeklärt werden, denn nur ein gesunder Hund darf laufen. Bei schweren (über 25 Kilogramm) und älteren Hunden ist aufzupassen. Kurzschnäuzige Hunderassen sollten nicht joggen oder am Fahrrad laufen. Sie überhitzen viel schneller und leiden häufig unter Atemnot.<BR /><BR />Dauer und Intensität des Trainings werden langsam gesteigert, denn auch ein Hund kann Muskelkater bekommen. Also den Hund nicht überfordern oder überanstrengen. Trainiert wird in kleinen Schritten, völlig egal ob es Joggen, Walken, zügiges Gehen oder Radfahren ist. Der Hund trägt ein gut sitzendes, weiches Brustgeschirr und hat mindestens 2 Stunden vor dem Training nichts gefressen. Dann kann es losgehen.<h3>Joggen</h3>Die Joggingleine wird locker in den Händen gehalten oder an einem Bauchgurt befestigt. Gestartet wird mit dem Aufbautraining. Das heißt die Laufzeit wird schrittweise verlängert und Gehpausen nach und nach verkürzt. Anfangs wird nur getrabt, später kann die Geschwindigkeit gesteigert werden. <h3> Nordic Walking</h3>Wer gerne mit Nordic Walking beginnen möchte, sollte den Hund vorher an die Stöcke gewöhnen – besonders, wenn er ängstlich ist. Das kann durch die klassische Konditionierung erfolgen. Das heißt, die Stöcke werden dem Hund anfangs nur gezeigt oder neben ihm hingelegt und er bekommt eine Belohnung oder sein Abendessen. Dies wird so lange wiederholt, bis er sich an die Stöcke gewöhnt hat. <BR /><BR /><b>Achtung:</b> Die Stöcke nicht hinstellen, damit sie nicht umfallen und den Vierbeiner erschrecken. <h3> Radfahren</h3>Der Hund wird an der rechten Seite des Fahrrads geführt. Es gibt die Möglichkeit, ihn durch einen sogenannten Springer am Fahrrad anzuleinen. Die Federung gleicht ruckartiges Ziehen aus und durch die relativ kurze Leine kann er nicht ins Fahrrad laufen. Oder er wird mit einer Joggingleine am Bauchgurt befestigt.<BR /><BR />Geübt werden zuerst Spaziergänge am Fahrrad. Sobald diese reibungslos klappen, wird mit den ersten kurzen Runden auf dem Fahrrad in langsamem Tempo begonnen. <BR /><BR /><b>Achtung:</b> Das Fahrradfahren mit Hund auf Straßen ist in der Straßenverkehrsordnung geregelt. Diese besagt in Südtirol, dass das Führen von Tieren mit dem Fahrrad auf öffentlichen Straßen nach Art. 182, Abs. 3 des Straßenverkehrsgesetzes (ges. v. D. vom 30.04.1992, Nr. 285) verboten ist. Erlaubt ist es nur auf privaten Wegen, daher sollten sich Hundehalter vorab gut informieren.<h3> Pausen einlegen</h3>Es ist nicht sinnvoll, den Hund über das schnelle Laufen „auszupowern“. Daher gilt immer: Der Hund muss die meiste Zeit entspannt mitlaufen können. Zusätzlich zu körperlicher Auslastung braucht er vor allem geistige Aufgaben, die ihn müde und zufrieden machen. Es können also auch Suchaufgaben für den Vierbeiner integriert werden, während Herrchen oder Frauchen beispielsweise Kniebeugen machen oder sich dehnen. Zudem sollten immer wieder kleine Pausen eingelegt werden, in denen der Hund Zeit hat, zu schnüffeln und sich zu lösen. <BR /><BR /><embed id="dtext86-66037211_listbox" />