<b>Von Florian Mair</b><BR /><BR />Auch wenn Ex-Landesrat Florian Mussner altersbedingt bereits seit zehn Jahren im Feuerwehrruhestand ist, bleibt er seiner Wolkensteiner Wehr eng verbunden – in erster Linie als Ehrenmitglied. Seine großen Verdienste um das Feuerwehrwesen unterstreicht aber auch das silberne Ehrenkreuz des Landesfeuerwehrverbandes, das der 75-Jährige an seiner Paradeuniform tragen darf. Und in diese schlüpft er immer wieder gern. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1352355_image" /></div> <BR />„Feuerwehrmann bleibe ich ein Leben lang – seit 47 Jahren bin ich es schon“, sagt Mussner. Seine Feuerwehrlaufbahn kann sich auf jeden Fall sehen lassen: Denn der Grödner stieg vom einfachen Florianijünger zum Kommandanten in Wolkenstein auf, wurde zum Abschnittsinspektor gewählt und schaffte schließlich den Sprung an die Spitze des freiwilligen Feuerwehrwesens in Südtirol: Er war stellvertretender Landesfeuerwehrpräsident.<BR /><BR /><embed id="dtext86-76103846_listbox" /><h3> Ein Mann für alle Fälle</h3>Und wäre er nicht in die Politik gewechselt, hätte Florian Mussner zweifelsohne gute Chancen gehabt, als Nachfolger von Christoph von Sternbach Landesfeuerwehrpräsident zu werden. Er ist aber sogar als Vizepräsident zurückgetreten – dem Feuerwehrwesen blieb er aber stets eng verbunden. „Südtirol kann stolz auf seine Feuerwehren sein“, betont der Wolkensteiner immer wieder.<BR /><BR />Heute verbringt der ehemalige Landesrat viel Zeit daheim und hilft in den touristischen Betrieben seiner Frau Monica und seiner beiden Töchter Maria Cristina und Vivian mit. „Als Politiker hatte ich für die Familie leider nur wenig Zeit“, blickt der 75-Jährige zurück.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1352358_image" /></div> <BR /> Zeit für das Ehrenamt nimmt sich Florian Mussner regelmäßig: Er engagiert sich beispielsweise als Sachwalter – eine herausfordernde und verantwortungsvolle Tätigkeit. „Wenn ich gefragt wurde, ob ich für jemanden Sachwalter machen würde, habe ich bis jetzt immer Ja gesagt“, erzählt der Wolkensteiner. „Vor allem Menschen, die wenig bis nichts haben, liegen mir sehr am Herzen.“ <BR /><BR />Bis am 22. Juli, als er seinen 75. Geburtstag feierte, war Florian Mussner zudem jahrelang Freiwilliger beim Grödner Verein „Wir helfen“. Gemeinsam mit Gleichgesinnten unterstützte er krebskranke Patienten. „Diese Vereinigung ist eine Art Grödner Krebshilfe. Jedes aktive Vereinsmitglied leistet immer eine Woche Dienst und bringt Krebskranke beispielsweise ins Krankenhaus oder zu Visiten in anderen Einrichtungen“, berichtet Mussner. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1352361_image" /></div> <BR /><BR />Die Südtiroler Krebshilfe stellt dafür ein Auto bereit und übernimmt die gesamten Kosten – beispielsweise für den Treibstoff und Reparaturen. „Ich war Gründungsmitglied und bin froh, dass der Dienst weitergeht, denn er ist sehr wichtig“, sagt er. <h3> Freiwillige Arbeit</h3>Seine soziale Ader zeigte Mussner auch als langjähriger Helfer beim Verein Freiwillige Arbeitseinsätze. Jahrelang packte er – auch während seiner Zeit als Landesrat – im Sommer jeweils eine Woche lang auf Bauernhöfen an. Für ihn gab es dabei keine Arbeit, für die er sich zu schade gewesen wäre. „Heute helfe ich meinem Bruder, der auf meinem Heimathof lebt“, sagt er. „Wenn es oft auch nicht leicht war, aber eine Woche nahm ich mir immer für die Bergbauernhilfe. Ich bin ja selbst ein Bergbauernbub.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1352364_image" /></div> <BR />Auch die Bergwelt hat es dem Grödner angetan. „Ich bin kein großer Bergsteiger, aber auf dem Ortler, auf den Drei Zinnen und auf dem Langkofel war ich beispielsweise schon“, sagt Florian Mussner. Wanderungen in den Bergen, vor allem gemeinsam mit seiner Frau Monica, stehen immer wieder auf dem Programm, wann immer es die Zeit zulässt. „Meist sind wir in Gröden unterwegs, aber einmal im Jahr geht es auch darüber hinaus“, verrät der 75-Jährige.<BR /><BR />Und auch auf Skiern steht der ehemalige Landesrat immer wieder gerne – kein Wunder in der Skihochburg Gröden. Und lange dauert es auch nicht mehr, bis in Mussners Heimattal wieder die Skisaison beginnt. Sportlich war Mussner in jungen Jahren auch in anderen Bereichen aktiv: In den 1970er-Jahren spielte der heute 75-Jährige Eishockey – als Tormann. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1352367_image" /></div> <BR />„Damals gab es noch den Eishockeyclub Wolkenstein, der sich dann dem Grödner Club anschloss“, erzählt er. Beim Motoclub Leifers war der langjährige Ladiner-Landesrat zudem als begeisterter Motocrossfahrer aktiv. „Große Erfolge waren mir aber nie vergönnt“, schmunzelt Mussner. „Vormittags fanden die Ausscheidungen statt, nachmittags waren die Rennen. Ich kam aber nie über die Ausscheidungen hinaus. Trotzdem war es eine sehr schöne Zeit.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1352370_image" /></div> <h3> Politik als Leidenschaft</h3>Was auch heute, abseits der Politik, nicht fehlen darf, ist das regelmäßige Zeitunglesen – natürlich zuallererst die „Dolomiten“ und die Zeitung „La Usc di Ladins“. „Ich lese täglich einige Zeitungen, weil ich auf dem Laufenden bleiben will“, betont Florian Mussner und verrät: „Ich war gerne Politiker und Landesrat, auch weil ich immer Ressorts betreuen durfte, in denen ich Sichtbares bewegen konnte. Aber ich wusste immer, dass nach 17 Jahren Schluss ist.“<BR /><BR /> Eines ist sicher: In Florian Mussners Ruhestand ist von Stillstand keine Rede. Freiwillige Feuerwehr, Familie, Berge, Sport und vieles andere mehr prägen weiterhin den Alltag eines Mannes, der sich über Jahrzehnte für andere eingesetzt hat. Als Vergelt’s Gott dafür erhielt er am Andreas-Hofer-Tag 2025 das Ehrenzeichen des Landes Tirol.<BR /><BR /><embed id="dtext86-76103840_listbox" />